Schiff auf dem Weg nach Mombasa - Erleichterung bei der Beluga-Reederei Piraten lassen entführte "Beluga Nomination" frei

Die im Januar entführte "Beluga Nomination" ist wieder frei. Die Piraten hätten das Schiff verlassen, bestätigte ein Sprecher der Bremer Beluga-Reederei am Mittwoch einen Bericht des "Weser-Kurier" (Donnerstagausgabe). Über die genauen Umstände der Freilassung wollten der vorläufige Insolvenzverwalter der Reederei, die Anwaltskanzlei Schulze und Braun, keine Angaben machen.

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Piraten lassen entführte "Beluga Nomination" frei

Hamburg (dapd). Die im Januar entführte "Beluga Nomination" ist wieder frei. Die Piraten hätten das Schiff verlassen, bestätigte ein Sprecher der Bremer Beluga-Reederei am Mittwoch einen Bericht des "Weser-Kurier" (Donnerstagausgabe). Über die genauen Umstände der Freilassung wollten der vorläufige Insolvenzverwalter der Reederei, die Anwaltskanzlei Schulze und Braun, keine Angaben machen.

Der Frachter sei mit sieben Besatzungsmitgliedern an Bord aus der Bucht von Haradhere (Somalia) ausgelaufen, wo er seit Ende Januar festgehalten worden war, schreibt die Zeitung. Nach Angaben des Insolvenzverwalters steuert das Schiff nun unter Führung des Kapitäns den kenianischen Hafen Mombasa an. Die monatelangen Verhandlungen zwischen dem Krisenstab der Reederei und den Piraten seien belohnt worden, hob Edgar Grönda, Sprecher des Insolvenzverwalters, hervor.

Beluga-Sprecher Klaus-Karl Becker sagte: "Wir sind außerordentlich glücklich, dass Seeleute und Schiff wieder in Sicherheit und Freiheit sind." Getrübt werde die Freude jedoch dadurch, dass Besatzungsmitglieder des Schiffes bei der Entführung ums Leben kamen oder als vermisst gelten.

Das Schiff war am 22. Januar im Indischen Ozean entführt worden. Bei einem missglückten Befreiungsversuch durch zwei Kriegsschiffe waren drei Seeleute getötet worden. Neben einem philippinischen Bootsmann wurde nach Angaben der Reederei offenbar ein weiteres Besatzungsmitglied erschossen. Der leitende Ingenieur ertrank offenbar, nachdem er auf der Flucht vor den Piraten über Bord gesprungen war. Sieben Besatzungsmitglieder waren an Bord verblieben.

Die Bremer Reederei Beluga und mehrere ihrer Tochterunternehmen meldeten in den vergangenen Wochen Insolvenz an. Grund waren nach Angaben des Unternehmens erhebliche Unregelmäßigkeiten bei Umsatz und Liquidität. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs gegen ehemalige Manager der Reederei.

dapd