Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verteidigt seine umstrittenen Kürzungspläne bei den Lehrerstellen. Die Kritik an dem Vorhaben sei "überzogen", sagte Kretschmann am Mittwoch in Stuttgart. Insgesamt werde die künftige grün-rote Koalition "enorm" zusätzlich in den Bildungsbereich investieren.
Kretschmann verteidigt Sparpläne bei Lehrerstellen
Stuttgart (dapd-bwb). Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verteidigt seine umstrittenen Kürzungspläne bei den Lehrerstellen. Die Kritik an dem Vorhaben sei "überzogen", sagte Kretschmann am Mittwoch in Stuttgart. Insgesamt werde die künftige grün-rote Koalition "enorm" zusätzlich in den Bildungsbereich investieren.
Kretschmann verwies darauf, dass die Schülerzahl in Baden-Württemberg in den nächsten Jahren von 1,2 Millionen um elf Prozent auf etwas über eine Million sinken werde. Dies bedeute rechnerisch 10.000 frei werdende Lehrstellen. Davon werde der "überwiegende Teil" für eine Qualitätsverbesserung bei der Bildung genutzt.
Kretschmann fügte hinzu, dies sei bei den Lehrerverbänden und Elternvertretern wahrscheinlich nicht "rübergekommen". Es könne keine Rede davon sein, dass die grün-rote Koalition als erstes mit der Streichung von Lehrerstellen anfangen wolle. Zwar dürfe man das Ziel der Haushaltskonsolidierung nicht aus den Augen verlieren. Die "klare Botschaft" sei aber, dass die "demografische Rendite" im notwendigen Umfang für eine bessere Bildung genutzt werde.
Der Verband Bildung und Erziehung, der Philologenverband und die GEW hatten SPD und Grünen am Dienstag vorgeworfen, ihre Wahlversprechen zu brechen, indem sie den Rotstift in der Bildungspolitik ansetzen wollten. Scharfe Kritik kam auch vom Landeselternbeirat.
dapd
