Der Energiekonzern EnBW will trotz der Abschaltung seiner Atommeiler Neckarwestheim I und Philippsburg I offenbar nicht gegen das Atommoratorium der Bundesregierung klagen. Das habe der Vorstand des Konzerns auf seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" unter Berufung auf Unternehmenskreise.
EnBW verzichtet offenbar auf Klage gegen Atommoratorium
Düsseldorf (dapd-bwb). Der Energiekonzern EnBW will trotz der Abschaltung seiner Atommeiler Neckarwestheim I und Philippsburg I offenbar nicht gegen das Atommoratorium der Bundesregierung klagen. Das habe der Vorstand des Konzerns auf seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Hingegen hatte der Versorger RWE Anfang April angekündigt, gegen das Moratorium zu klagen. Allerdings hieß es, dass auch EnBW nicht mehr in den Fonds zur Förderung der erneuerbaren Energien einzahle.
Die Entscheidung gilt als Signal an die atomkritische neue grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg. Das Land Baden-Württemberg ist Großaktionär bei EnBW.
Als Folge der Reaktorkatastrophe von Japan hatte die Bundesregierung Mitte März die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke für drei Monate außer Kraft gesetzt. Die ältesten sieben Meiler und das AKW Krümmel wurden daraufhin vorübergehend abgeschaltet. In Baden-Württemberg sind Neckarwestheim I und Philippsburg I betroffen. Alle 17 noch in Betrieb befindlichen deutschen Atommeiler sollen einer verschärften Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden.
dapd
