Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich gegen einen schnellen Atomausstieg ausgesprochen. "Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, wir könnten uns von der Kernkraft verabschieden und künftig unseren Strombedarf decken, weil jeder hinterm Haus so einen kleinen Kühlschrank stehen hat und dann in Kraft-Wärme-Kopplung machen kann. Das ist absurd", sagt Bouffier.
Erscheinungsbild seiner Partei und der Bundesregierung kritisiert
Hamburg (dapd-hes). Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich gegen einen schnellen Atomausstieg ausgesprochen. "Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, wir könnten uns von der Kernkraft verabschieden und künftig unseren Strombedarf decken, weil jeder hinterm Haus so einen kleinen Kühlschrank stehen hat und dann in Kraft-Wärme-Kopplung machen kann. Das ist absurd", sagt Bouffier laut einem Vorabbericht des Hamburger Magazins "Stern".
Bouffier plädierte dafür, nach dem Moratorium auch alte Meiler gegebenenfalls weiter laufen zu lassen. Dies müsse ergebnisoffen geprüft werden. "Ich habe keine Lust, dass mir permanent erklärt wird, was nach dem Moratorium passiert", sagt Bouffier.
Gleichzeitig kritisierte der stellvertretende CDU-Vorsitzende das Erscheinungsbild seiner Partei und der Bundesregierung: "Wir müssen weniger Zweifel aufkommen lassen, wofür wir stehen." Bouffier rügte dabei vor allem, dass Deutschland im UN-Sicherheitsrat nicht für den Einsatz in Libyen gestimmt habe. "Es ist der Eindruck entstanden, wir seien nicht mehr bündnistreu. Das ist sehr bedauerlich, hat uns geschadet und darf nicht nochmal passieren", sagte Bouffier.
dapd
