Mixa will wieder stärker in der Kirche arbeiten Der frühere Augsburger Bischof musste 2010 aus dem Amt ausscheiden

Ein Jahr nach Bekanntwerden der Affäre um seine Person hat der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa sein Schweigen gebrochen. In einem Interview mit dem "Donaukurier" (Mittwochausgabe) kündigte Mixa an, dass er seine Auszeit beenden und sich künftig wieder stärker in der Kirchenarbeit engagieren wolle.

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Der frühere Augsburger Bischof musste 2010 aus dem Amt ausscheiden

Ingolstadt (dapd). Ein Jahr nach Bekanntwerden der Affäre um seine Person hat der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa sein Schweigen gebrochen. In einem Interview mit dem "Donaukurier" (Mittwochausgabe) kündigte Mixa an, dass er seine Auszeit beenden und sich künftig wieder stärker in der Kirchenarbeit engagieren wolle. Mit einer eigenen Homepage (www.bischof-mixa.de) und in sozialen Netzwerken wie Facebook will der 69-Jährige vor allem junge Menschen ansprechen und für den Glauben gewinnen.

"Mir geht es um die Neuevangelisierung, die Papst Benedikt XVI. als das entscheidende Gegenwarts- und Zukunftsprogramm der Kirche herausgestellt hat", sagte er. "Da möchte ich mich ganz bewusst engagieren, sei es durch persönliche Gespräche oder Gesprächsrunden, sei es durch Vorträge oder durch Einkehrtage. Dazu brauche ich natürlich auch das Vertrauen der Leute."

Mixa war vor einem Jahr vorgeworfen worden, in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Kinder eines kirchlichen Betreuungsheimes in den 70er Jahren Gewalt angetan zu haben. Außerdem soll er Gelder der Kirchenstiftung veruntreut haben.

Gegenüber dem Donaukurier bestreitet er Prügelstrafen nach wie vor. "Prügelstrafen sind nicht vorgekommen. Allerdings war es ein Fehler, dass ich nicht gleich auch mögliche Ohrfeigen eingeräumt habe." Auch den Vorwurf der Veruntreuung weist Mixa zurück. Die Ausgaben für Kunstwerke oder kostbare Teppiche seien stets vom Stiftungsrat genehmigt gewesen.

dapd