Neumann: Schiffe aus Japan keine Gefahr für Hamburg Schiffe aus Japan laufen vor Hamburg viele andere Häfen an

Die Gefahr, dass kontaminierte Schiffe und Waren aus Japan den Hamburger Hafen erreichen, ist offenbar sehr gering. Das ist das Ergebnis einer Expertenkommission zu Folgen der Atomkatastrophe in Fukushima, wie Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) am Dienstag sagte. Bevor ein Schiff aus Japan Hamburg anlaufe, würden mindestens sechs andere Häfen angesteuert.

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Schiffe aus Japan laufen vor Hamburg viele andere Häfen an

Hamburg (dapd). Die Gefahr, dass kontaminierte Schiffe und Waren aus Japan den Hamburger Hafen erreichen, ist offenbar sehr gering. Das ist das Ergebnis einer Expertenkommission zu Folgen der Atomkatastrophe in Fukushima, wie Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) am Dienstag sagte. Bevor ein Schiff aus Japan Hamburg anlaufe, würden mindestens sechs andere Häfen angesteuert, die ebenfalls einen hohen Sicherheitsstandard hätten.

Die Kommission hat dennoch einen Leitfaden erarbeitet für den seltenen Fall, dass Reeder von der Route abwichen oder in anderen Häfen keine Maßnahmen getroffen würden. Demnach müssen die Besatzungen von Schiffen, die aus Tokio oder Yokohama kommen oder die das Seegebiet um Fukushima durchfahren haben, mindestens 24 Stunden vor dem Einlaufen in einem deutschen Hafen einen erweiterten Fragenkatalog beantworten. Sollten keine Untersuchungsergebnisse aus den vorher angelaufenen Häfen vorliegen, die eine Strahlungsfreiheit belegen, würde die Wasserschutzpolizei die betreffenden Schiffe überprüfen. Bei Messungen, die den Prüfwert von 0,2 Mikrosievert überschreiten, würden weitere Maßnahmen ergriffen.

Für Dienstagabend wird in Hamburg erstmals seit dem Erdbeben vor einem Monat ein Containerschiff aus Tokio in Hamburg erwartet. Das Schiff habe das japanische Seegebiet bereits vor der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima verlassen. Deshalb sei nicht davon auszugehen, dass es radioaktive Strahlung abbekommen habe, sagte Innensenator Neumann. Eigene Untersuchungen der Reederei hätten unbedenkliche Messwerte ergeben. Dennoch würden die Hamburger Behörden das Schiff überprüfen.

dapd