Konjunktur DIW erwartet 2,7 Prozent Wachstum

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Konjunkturprognose für Deutschland deutlich angehoben. In diesem Jahr rechnen die Forscher mit einem Wachstum um 2,7 Prozent.

DIW erwartet 2,7 Prozent Wachstum

"Der Aufschwung büßt zwar an Schwung ein, steht aber auf einer soliden Grundlage", sagte der für Konjunkturpolitik zuständige DIW-Experte Ferdinand Fichtner. "Vor allem die inländische Nachfrage trägt mehr und mehr zum Wachstum bei." So werde sich die Investitionstätigkeit dank der immer noch niedrigen Zinsen sehr dynamisch entwickeln. Wegen der sinkenden Arbeitslosigkeit werde auch der Konsum zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Das relativ starke Wachstum in diesem Jahr wird sich dem DIW zufolge belebend auf den Arbeitsmarkt auswirken. Auch der Staatshaushalt werde vom Aufschwung profitieren, die öffentliche Hand müsse deutlich weniger Schulden machen als bisher gedacht. Das staatliche Defizit wird demnach 2011 mit 2,1 Prozent klar unter der Maastricht-Grenze liegen. Für das kommende Jahr ist ein weiterer Rückgang auf 1,7 Prozent zu erwarten. In erster Linie kann der Staat nach Einschätzung der Experten viel Geld durch zurückgehende Sozialleistungen sparen.

Bisher hatten die Experten einen Anstieg um 2,2 Prozent vorhergesagt. 2012 werde das Wachstum allerdings an Fahrt verlieren und sich auf 1,4 Prozent verlangsamen.

dapd