Wegen der guten Wirtschaftslage fällt die Zahl der Firmenpleiten im laufenden Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2009. Rund 30.000 Unternehmen gehen voraussichtlich im laufenden Jahr in die Insolvenz, wie der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) mitteilte.
Immer weniger Firmenpleiten
2010 gingen noch 32.000 Firmen pleite, 2009 sogar 32.700. "Was wir jetzt sehen, ist eher die normale Insolvenzentwicklung, mit der eine Volkswirtschaft wie die der Bundesrepublik leben muss", sagte BDIU-Präsident Wolfgang Spitz.
Keine Entspannung gibt es bei den Privatinsolvenzen. Wie schon 2010 werden etwa 110.000 Verbraucher eine Privatpleite anmelden müssen, wie Spitz ankündigte. Das sind etwa 1.000 mehr als im vorigen Jahr und soviel wie noch nie.
"Viele Verbraucher haben in der Krise wegen Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit den Anschluss verloren", sagte Spitz. Sie kämen jetzt nicht mehr von ihren Schulden herunter. Er forderte, den Kindern und Jugendlichen schon in der Schule den Umgang mit Geld beizubringen. "Jugendliche, beim denen im Elternhaus nie über Geld gesprochen wurde, sind das Problem", sagte er. Spitz schätzte die Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland auf drei Millionen.
dapd