Die anziehende Konjunktur wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Die Arbeitslosenzahl sank im März in Deutschland im Vergleich zum Vormonat um 102.000 auf 3,21 Millionen, die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent zurück.
Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv
"Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit liegen weiter auf Wachstumskurs, und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.
Bereits im Februar war die Arbeitslosigkeit mit 3,317 Millionen Menschen auf den niedrigsten Februarstand seit 1992 gesunken. Im April und Mai soll die Arbeitslosigkeit weiter kräftig zurückgehen, sie könnte dann unter die psychologisch wichtige Marke von drei Millionen fallen.
Die günstigen Arbeitsmarktzahlen haben den Konjunkturexperten Ferdinand Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung "positiv überrascht". Er habe befürchtet, dass sich der Aufwärtstrend abflachen werde, sagte Fichtner. Doch dies sei offenbar nur auf den Winter zurückzuführen gewesen. Die Konjunkturentwicklung sei gut und bringe den Arbeitsmarkt voran.
Kritisch sehe er, dass die Hälfte der 600.000 Stellen, die seit dem letzten Jahr geschaffen worden seien, nur Teilzeit-Stellen seien, sagte Fichtner. Auch würden Ein-Euro-Jobber geführt wie reguläre Erwerbstätige, "was die Statistik beschönigt". Doch der Aufschwung werde in diesem Jahr auch getrieben von der Binnennachfrage und damit von den Dienstleistungen. Dort sei die Teilzeitquote ohnehin höher sei als in der Industrie.