IWH Aufschwung am ostdeutschen Arbeitsmarkt hält an

Der ostdeutsche Arbeitsmarkt hat seit Jahresbeginn deutlich vom kräftigen Produktionswachstum sowie der sinkenden Erwerbsfähigenzahl profitiert. Wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte, stieg die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Jahr saisonbereinigt deutlich. Dabei habe vor allem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zugenommen.

Aufschwung am ostdeutschen Arbeitsmarkt hält an

Wie es weiter hieß, stand einem abgeschwächten Rückgang der Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe ein kräftiger Personalaufbau in einigen Dienstleistungsbereichen gegenüber. Neben der Konjunkturerholung wirkte sich dabei auch die demografische Entwicklung weiter auf den Arbeitsmarkt aus. In der Folge ging die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Beschäftigungsaufbau überproportional zurück. Ende 2010 werde die Erwerbstätigkeit in etwa das Vorkrisenniveau erreicht haben.

Laut IWH wird sich die Lage auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt auch im kommenden Jahr weiter verbessern. Grund sei die anhaltende Produktionszunahme, sagte der Autor der Arbeitsmarktbilanz, Hans-Ulrich Brautzsch. Dabei wird 2011 die Zahl der registrierten Arbeitslosen wegen des weiter stark schrumpfenden Arbeitsangebots stärker sinken als die Beschäftigung ansteigt.

Insgesamt prognostiziert das IWH für 2011 einen Rückgang der Arbeitslosen in Ostdeutschland um 55.000 auf 725.000. Zugleich steige die Zahl der im Inland Beschäftigten um 23.000 auf 5,79 Millionen.

dapd