Vorschlag der Bundesagentur für Arbeit begrüßt Handwerk will Ein-Euro-Jobs abschaffen

Das Handwerk fordert die Abschaffung der Ein-Euro-Jobs. "Geförderte Arbeit konkurriert mit regulär arbeitenden Unternehmen und schafft damit mehr Arbeitslosigkeit", sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler. Er begrüßte die Ankündigung der Bundesagentur für Arbeit (BA), die Zahl der Ein-Euro-Jobs zu senken.

Handwerk will Ein-Euro-Jobs abschaffen

"Noch besser wäre, Ein-Euro-Jobs ganz abzuschaffen", sagte der Handwerkspräsident. "Immer wieder werden Ein-Euro-Jobs zur Durchführung handwerklicher Tätigkeiten genutzt – auch wenn dies eigentlich verboten ist." So entgingen dem Handwerk Aufträge und Arbeit. "In Zeiten eines sich verschärfenden Fachkräftemangels muss der jahrzehntelange Irrweg, Langzeitarbeitslosigkeit mit künstlicher Beschäftigung bekämpfen zu wollen, endlich verlassen werden", forderte Kentzler.

Die Kommunen stellten sich dagegen hinter die öffentlich geförderte Beschäftigung. Generalkritik an den Ein-Euro-Jobs sei nicht gerechtfertigt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Zeitung. Viele der 320.000 Betroffenen seien froh, wenigstens vorübergehend eine Beschäftigung zu haben, die entlohnt wird. "Das gibt Selbstwertgefühl, selbst dann, wenn dadurch nicht unmittelbar der Weg in den ersten Arbeitsmarkt gefunden wird", sagte er. Überlegenswert erscheine allerdings, ein Teil der Fördermittel in bezahlte Bürgerarbeit zu lenken.