Konjunktur Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose für 2010

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2010 auf 3,4 Prozent nach oben geschraubt. Für 2011 erwartet die Regierung nun einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 1,8 Prozent. Auch für das Handwerk gibt es positive Nachrichten.

Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose für 2010

Brüderle sagte: "Das ist ein XL-Aufschwung geworden." Der Aufschwung stehe inzwischen solide auf zwei Beinen. Nach wichtigen Impulsen aus dem Außenhandel habe auch die Binnenkonjunktur Fahrt aufgenommen. Nötig sei nun eine "konsequente und verlässliche Ordnungspolitik". Dazu gehöre, dass sich der Staat "geordnet aus Banken, Unternehmen und Konjunkturprogrammen zurückzieht".

Handwerk korrigiert Umsatzerwartung nach oben

Für das deutsche Handwerk zeigt die Tendenz nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) nach oben. Nach einem von Eis und Schnee gebremsten Start ins Jahr profitieren die Betriebe nun von den guten Exportzahlen, den steigenden Investitionen und der anziehenden Nachfrage privater Haushalte.

Die Erwartungen für 2010 werden durch den aktuellen Trend deutlich nach oben korrigiert: von bisher minus einem Prozent Umsatz auf plus 0,5 Prozent. Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), warnt jedoch: "Der Aufschwung im Handwerk ist kein Selbstläufer. Die Politik darf den kleinen und mittleren Betrieben keine zusätzlichen Belastungen aufbürden."

Die Bundesregierung geht zudem von einem Sinken der Arbeitslosenzahl aus. Nach Schätzung der Regierung sinkt die Zahl in diesem Jahr um 190.000 auf 3,2 Millionen und im kommenden Jahr um weitere 290.000 auf jahresdurchschnittlich 2,9 Millionen. "Es sind derzeit deutlich mehr Menschen beschäftigt als während oder sogar vor der Krise", sagte Brüderle. Der Minister warnte zugleich davor, dass die Wirtschaft inzwischen vor einem Fachkräftemangel stehe.

pc/dapd