Smartphones und SMS 614 Prozent mehr Schadprogramme im Umlauf

Die Verkaufszahlen von Smartphones und Tablet-PCs in Deutschland steigen weiter. Mindestens genauso rasant verbreiten sich aber auch die Schadprogramme auf solchen Endgeräten, die hohe Kosten bei den Nutzern verursachen können. Besonders betroffen soll das Google-Betriebssystem Android sein.

Kriminelle können an jeder verschickten Spam-SMS Geld verdienen. - © vege/Fotolia.com

Binnen eines Jahres – vom März 2012 bis März 2013 – hat die Zahl von Schadprogrammen auf Smartphones um 614 Prozent zugenommen. Das behauptet zumindest eine neue Studie, die der Netzwerkdienstleister Juniper veröffentlicht hat. Demnach biete keines der gängigen Betriebssysteme, sei es Apples iOS, Windows 8 von Microsoft oder Googles Android einen hundertprozentigen Schutz vor solchen Datenangriffen. Besonders eklatant sollen die Mängel jedoch bei Android aus der Schmiede des Suchmaschinenriesen sein. Das System habe keine rigorosen Sicherheitsstandards, heißt es von Seiten der Studienherau sgeber. Deshalb würden 92 Prozent aller Angriffe auf Android-Geräten stattfinden.

Teure Nachrichten

Zu den besonders beliebten Methoden von Kriminellen, um sich Zugang zu den Geräten zu verschaffen, zählen SMS-Dienste. Kostenpflichtige Textnachrichten oder SMS-Trojaner, die vertrauliche Daten wie zum Beispiel Bankverbindungen erspähen können.

Nicht nur Verbraucher, sondern auch Unternehmen sind von den Schadprogrammen gefährdet. Internetkriminelle können etwa Zugänge zu Firmennetzwerken ausspionieren und Daten klauen. Besonders bedroht sind Firmen, die ihren Mitarbeitern erlauben, mit privaten Smartphones und Tablet-PCs auf Firmennetzwerke zuzugreifen. sg