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Brot des Jahres 2019 5 Gründe, die das Bauernbrot so besonders machen

Das deutsche Brotinstitut hat entschieden: Das Bauernbrot ist Brot des Jahres 2019. Diese fünf Eigenschaften haben die Jury überzeugt.

Passend zum Welttag des Brotes am 16. Oktober hat das Deutsche Brotinstitut erneut den Titel Brot des Jahres verliehen. Der Sieger ist das Bauernbrot, weil es laut Jury Tradition, Emotion, Ernährung, Ökologie sowie Genusswert vereint. Fünf Gründe, warum das klassische Mischbrot diese Auszeichnung verdient hat:  

1. Die Tradition

Ursprünglich wurde Brot in Deutschland überwiegend aus Roggenmehl zubereitet. Ein Rohstoff, der bereits seit dem fünften Jahrhundert vor Christus bekannt ist. Erst in den 1960er Jahren wurde er durch den Weizen abgelöst. Heute wird in Deutschland zehnmal mehr Weizen als Roggen geerntet. Bauernbrote sind traditionell Mischbrote aus Roggenmehl und Weizenmehl. Durch die Zugabe von Sauerteig, Wasser, Hefe und Salz wird daraus Teig. Trotz des vielfältigen Brotangebots in Deutschland mit mehr als 3.200 Sorten ist das Bauernbrot weitverbreitet. Fast überall im Bundesgebiet wird es angeboten.

2. Das Aussehen

Charakteristisch für das Bauernbrot ist eine bemehlte, rissige Kruste und damit ein rustikales Aussehen. Durch die Teigzusammensetzung erhält das Brot sein kräftiges Aroma in Kruste und Krume. Die meist runden Brotlaibe werden direkt auf der heißen Ofenfläche gebacken.

3. Der Umweltfaktor

Für die landwirtschaftliche Fruchtfolge, also den Anbau wechselnder Pflanzen auf einem Feld, ist Roggen gut geeignet. Ein höherer Verzehr von roggenhaltigen Broten, wie dem Bauernbrot, ist also gut für die Umwelt.

4. Die regionale Rezeptur  

Je nach Region setzt sich das Bauernbrot unterschiedlich zusammen. In den meisten Regionen hat das Bauernbrot einen hohen Roggenanteil. Im Westen und Südwesten Deutschlands überwiegt hingegen der Weizenanteil. Im Münsterland wird das Brot als "Bauernstuten" verkauft, dort wird ihm oft Butter oder Schmalz zugesetzt. In Franken und der Oberpfalz gibt es das Bauernbrot in besonders großen Brotlaiben, traditionell wird es hier mit Koriander, Kümmel und Fenchel gewürzt.

5. Der variable Genuss

Roggen punktet – gegenüber Weizen und Dinkel – mit mehr Ballaststoffen und einem höheren Mineraliengehalt. Ballaststoffe wirken sich positiv auf die Verdauung aus und werden deswegen für eine gesunde Ernährung empfohlen. Da die meisten Bauernbrote einen hohen Roggenanteil haben,  sind sie gesünder als andere Brotsorten.

Außerdem lässt sich das Bauernbrot gut mit den unterschiedlichsten Belägen kombinieren.  Besonders für traditionelle Brotmahlzeiten wie Pausen- oder Abendbrot lässt es sich immer wieder abwechslungsreich belegen und wird nicht langweilig. dhz

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