Arbeitszeitmodell 4-Tage-Woche: Handwerker für Pilotstudie gesucht

Handwerker, die für ein paar Monate das Vier-Tage-Modell testen wollen, können an einer neuen Studie teilnehmen. Sie erhalten Hilfestellungen und Kontakt zu anderen Betrieben. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Kalender mit 4-Tage-Woche
Vier Tage arbeiten und drei Tage frei: Dieses Modell haben bereits einige Handwerksbetriebe ausprobiert. Nun könnten es dank einer groß angelegten Studie noch mehr werden. - © Vadym - stock.adobe.com

Kaum ein Arbeitszeitmodell wird aktuell mehr diskutiert als die 4-Tage-Woche. Betriebe, die überlegen dieses Modell auszuprobieren, aber bisher nicht genau wussten, wie sie anfangen sollen, haben nun die Möglichkeit an einer Pilotstudie teilzunehmen.

Über sechs Monate von Februar bis August 2024 werden Unternehmen aus allen Branchen die Vier-Tage-Woche testen. Nach Angaben von Intraprenör, der Agentur, die die Studie zusammen mit der Organisation "4 Day Week Global" durchführt, ist es der größte Testlauf dieser Art in Deutschland.

Während des Testzeitraums soll die Arbeitszeit reduziert werden. Die reguläre Wochenarbeitszeit soll also explizit nicht auf vier Tage verteilt werden. Gehälter und Produktivität sollen gleich bleiben.

Betriebe erhalten Tipps zur Umsetzung

Innerhalb des Pilotzeitraums erhalten teilnehmende Unternehmen Zugang zu Fachexpertise, Methoden, Tools sowie die Möglichkeit, mit anderen Unternehmen in den Austausch zu kommen. Im Anschluss folgt eine wissenschaftliche Auswertung durch die Universität Münster.

Je nach Betriebsgröße fallen unterschiedliche Teilnahmegebühren an: 500 Euro für Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und beispielsweise 3.040 Euro für Betriebe mit 20 bis 49 Mitarbeitern.

Die Anmeldung läuft vom 1. September bis zum 30. November. Auch Handwerksbetriebe können teilnehmen. Im Beirat, der die Studie begleitet, sind auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Arbeitsgeberverband vertreten.

Die weltweite Studie der NGO "4 Day Week Global“ wurde bereits in anderen Ländern durchgeführt. Unternehmen aus Großbritannien, Südafrika, Australien und Irland haben bereits teilgenommen.

>>> Weitere Informationen gibt es auf der Website von Intraprenör. jes