Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, zeigt sich offen für die Aufstellung eines Grünen Kanzlerkandidaten für die nächste Bundestagswahl. Ziel seiner Partei sei es, die Koalition aus CDU und FDP im Bund 2013 abzulösen, sagte Trittin der Zeitung "Bild am Sonntag".
"2012 wollen wir in Schleswig-Holstein und Niedersachsen regieren"
Berlin (dapd). Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, zeigt sich offen für die Aufstellung eines Grünen Kanzlerkandidaten für die nächste Bundestagswahl. Ziel seiner Partei sei es, die Koalition aus CDU und FDP im Bund 2013 abzulösen, sagte Trittin der Zeitung "Bild am Sonntag" (Onlineausgabe). "Ob dafür ein Grüner Kanzlerkandidat hilfreich ist, entscheiden wir zu gegebener Zeit", sagte er.
Zugleich kritisierte Trittin die Debatte um einen möglichen Grünen Kanzlerkandidaten als virtuell. Zunächst stünden die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an. "2012 wollen wir in Schleswig-Holstein und Niedersachsen regieren", sagte Trittin. Was Umfragen wert seien, zeige sich immer erst in Wahlen. "Wir werden unsere Chancen sehr realistisch einschätzen", sagte er. "Wie wir uns zur Bundestagswahl aufstellen, inhaltlich und personell, das werden wir Grünen zu gegebener Zeit und in Ruhe entscheiden - und uns vor allem nicht von außen aufdrücken lassen."
Auf die Frage, ob er sich das Amt des Bundeskanzlers zutraue, sagte Trittin, seine jetzige Aufgabe fülle ihn aus und mache ihm Spaß.
dapd
