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Maja Scholz und Gabi Nikoleit ausgezeichnet Zwei Unternehmerfrauen für das Handwerk

Zwei Frauen gehen ihren Weg. Jede auf ihre Weise, aber beide sind sie Unternehmerfrau im Handwerk 2013: Maja Scholz aus Kiel und Gabi Nikoleit aus Rüdershausen. Auf dem Bundeskongress der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) in Goslar wurden sie jetzt ausgezeichnet.

Unternehmerfrau im Handwerk
Gabi Nikoleit, Alexander Holzmann, Maja Scholz und Heidi Kluth (v.li.n.re.). -

Nach 24 Jahren vergab die Fachzeitschrift handwerk magazin unterstützt von den Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) die Auszeichnung erstmals in zwei Kategorien: "Selbstständige Unternehmerin" und "Mitarbeitende Unternehmerfrau im Handwerk".

„Ich fühle mich sehr geehrt. Das hätte ich mir gar nicht vorstellen können, mit 37 Jahren diesen Preis zu erhalten“, freute sich Maja Scholz nach der Preisverleihung im Rahmen des Bundeskongresses der UFH in Goslar. „Beide Preisträgerinnen überzeugten durch fachliche Kompetenz, unternehmerischen Elan und ihre Leidenschaft fürs Handwerk“, fasst Alexander Holzmann, Verleger von handwerk magazin, die Entscheidung der Jury zusammen.

Maja Scholz erhielt die Auszeichnung als "selbstständige Unternehmerin". Sie ist Fahrzeuglackierer- und Karosseriebaumeisterin. Als Chefin managt sie den Familienbetrieb Scholz & Sohn in Kiel, eine 20 Mann starke Auto-Spritzlackier-Werkstatt mit Karosserie-Fachbetrieb. "Hinterlasse Deine eigenen Spuren", habe ihr ein Berufsschullehrer gesagt, erzählt sie in ihrer Dankesrede. Dass ihr das gelungen ist, unterstreicht Heidi Kluth, die Bundesvorsitzende der UFH: "Maja Scholz hat sich in einem typischen Männerberuf durchgekämpft. Sie ist damit ein Vorbild für weibliches Unternehmertum im Handwerk."

Eine große Ehre

Auch ihr Pendant Gabi Nikoleit, die als "Mitarbeitende Unternehmerfrau" ausgezeichnet wurde, strahlte nach der Preisverleihung: "Der Preis ist eine sehr große Ehre für mich – auch weil ich gesehen habe, wie engagiert Frauen im Handwerk sind." Die gelernte Industriekauffrau stieg 2011 als kaufmännische Leiterin in den Zimmerer-Betrieb ihres Lebensgefährten Thilo Diedrich mit ein. Dafür gab sie ihren Job auf und zog von Hannover nach Rüdershausen. Gabi Nikoleit, die ursprünglich nicht aus dem Handwerk kommt, "hatte den Mut, in einen Handwerksbetrieb einzusteigen mit allen Konsequenzen, und sie hat gezeigt, was man als Unternehmerfrau alles gestalten kann", würdigt Heidi Kluth die Preisträgerin. Gabi Nikoleit hat sich beruflich stets weiterentwickelt, so absolvierte sie noch eine Weiterbildung zur Industriefach- und Betriebswirtin sowie ein Studium zur Diplom-Kauffrau (FH).

Auf dem Bundeskongress der UFH in der Unesco-Welterbestadt Goslar trafen sich Unternehmerfrauen aus ganz Deutschland und feierten auch das 25-jährige Bestehen der UFH.Zu den Gratulanten gehörte die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt, die in ihrem Grußwort, die Frauen dazu aufrief, die Chancen, die durch den Fachkräftemangel entstehen, für sich zu nutzen. Der nächste Bundeskongress findet 2014 in Lübeck statt. Die nächsten Unternehmerfrauen im Handwerk werden wieder 2015 gekürt.

Auf der Internetseite von handwerk magazin finden Sie Kurzporträts der Preisträgerinnen Maja Scholz und Gabi Nikoleit.

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