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Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Zwei-Säulen-Strategie für Beschäftigung und Bildung

Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln hat eine Zwei-Säulen-Strategie zur Erhöhung von Beschäftigung und Bildung vorgeschlagen.

"Trotz der zuletzt günstigen Arbeitsmarktentwicklung darf die Politik nicht die Hände in den Schoß legen", forderte IW-Direktor Michael Hüther anlässlich der IW-Frühjahrstagung 2008 zum Thema "Arbeit in Deutschland".

Aufgrund der Globalisierung und des technischen Fortschritts fielen immer mehr Stellen für Geringqualifizierte weg. In Deutschland sei der Anteil geringqualifizierter Arbeitsloser und Langzeitarbeitsloser im internationalen Vergleich besonders hoch. Um ihnen bessere Erwerbschancen zu bieten, sei jedoch ein Mindestlohn der falsche Weg. Stattdessen solle eine Zwei-Säulen-Strategie auf Erwerbsintegration und eine Anhebung des Bildungsniveaus setzen.

Damit Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose leichter den Einstieg in den Arbeitsmarkt schafften, müssten die Anreize zur Annahme eines Arbeitsplatzes verstärkt werden. Um den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten, solle eine Abfindungslösung gegenüber dem Kündigungsschutz bevorzugt werden. "Hinzu kommen muss eine Renovierung des gesamten deutschen Bildungssystems – von der frühkindlichen Bildung bis zum Hochschulstudium", verlangte das IW.

ddp

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