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Job-Chancen schon in der Lehre verbessern Zusatzqualifikationen: Diese Datenbank bietet eine Übersicht

Was Jugendliche während einer Berufsausbildung lernen, ist in der Ausbildungsordnung festgeschrieben. Zusatz-Wissen kann sich aber auszahlen. Eine Datenbank sorgt für Überblick.

Es lohnt sich, während der Ausbildung sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Dadurch verbessern sich für Absolventen einer dualen Ausbildung die Karrierechancen, erklärt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Aber welche Zusatzqualifikationen kann ein Azubi überhaupt in Anspruch nehmen? Für einen Überblick sorgt eine Datenbank auf dem Fachportal "AusbildungPlus" des BIBB. Sie informiert bundesweit über duale Studiengänge und Zusatzqualifikationen in der dualen Berufsausbildung. Interessierte können die Datenbank nach passenden Angeboten in ihrer Region durchsuchen. Anbieter – wie Betriebe, (Fach-)Hochschulen oder Berufsakademien – können ihre Ausbildungs- und Studienangebote kostenlos veröffentlichen.

Spezifische Angebote für Azubis

Es gibt Angebote, die sich spezifisch auf einen Beruf beziehen, zum Beispiel die Ausbildung am Großbagger für angehende Maurer. Daneben können Auszubildende aber auch Zusatzqualifikationen wählen, in denen sie übergreifende Kompetenzen vermittelt bekommen. Vorstellbar ist etwa ein Kurs in Business-Englisch.

Das BIBB veröffentlichte nun erstmals auch Zahlen, Daten und Fakten zu den geregelten Zusatzqualifikationen in der beruflichen Erstausbildung im Bereich der Kammern. Zum Stichtag 30. November 2018 waren insgesamt 244 kammergeregelte Rechtsverordnungen dokumentiert. Davon entfallen 214 Zusatzqualifikationen auf die Industrie- und Handelskammern (IHK) und 30 auf die Handwerkskammern (HWK). Inhaltlich lassen sich die kammergeregelten Verordnungen acht Themenschwerpunkten zuordnen. Die meisten Zusatzqualifikationen finden sich bei den internationalen Qualifikationen/Fremdsprachen mit 103 Verordnungen, gefolgt von Zusatzqualifikationen im kaufmännischen Bereich mit 61. Auf den Bereich Technik/Technologie entfallen 42 Verordnungen, weitere 27 auf Tourismus und Gastronomie. Die restlichen elf verteilen sich auf die Medien und Telekommunikation (4), Informationstechnologie (3), Körperpflege und Gesundheit (2) sowie Sonstiges (2). Der mit Abstand größte Teil der Rechtsverordnungen findet sich in Baden-Württemberg (82), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (47).

Job-Chancen verbessern

Für Betriebe sind Zusatzqualifikationen laut BIBB ein flexibel einsetzbares und vielseitig gestaltbares Instrument, um eine vorausschauende Qualifizierungspolitik zu betreiben. Sie ermöglichen es Betrieben ihren Azubis aktuelle und spezifische Anforderungen – zum Beispiel durch den digitalen Wandel – anzubieten.

Auch für Auszubildende sind Zusatzqualifikationen wichtig, denn Azubis können so laut BIBB nachweisen, dass sie ihre beruflichen Kompetenzen vertieft haben oder sich bereits auf einen Fortbildungsabschluss vorbereitet haben. Das werte den Berufsabschluss auf und erleichtert womöglich sogar den Einstieg in den Arbeitsmarkt. sar/dpa

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