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Steuertipp Zu hohe steuerfreie Gehaltsextras – nicht immer die beste Lösung

Wenn es darum geht, Steuern zu sparen, laufen viel Arbeitnehmer zur Höchstform auf. Besonders beliebt sind steuerfreie und sozialversicherungsfreie Gehaltsextras. Trotz Steuerfreiheit und Sozialversicherungsfreiheit gibt es aber auch Nachteile.

Verzichtet ein Arbeitnehmer zugunsten eines Gehaltsextras (z.B. Übernahme der Kosten für den Kindergarten durch Arbeitnehmer), hat er aufgrund der Steuerfreiheit und der Sozialversicherungsfreiheit dieser Vergünstigung mehr davon als von der klassischen Gehaltserhöhung. Doch zu viele solcher Extras können auf lange Sicht auch nachteilig sein.

Besser schon heute an morgen denken

Denn zahlt der Arbeitgeber wegen vieler sozialversicherungsfreier Gehaltsextras über Jahre oder Jahrzehnte hinweg geringere Sozialabgaben, mindern sich dadurch auch die späteren Renteneinnahmen. Wer also schon die maximale Steuerersparnis mit maximalen Gehaltsextras bei der nächsten Gehaltsverhandlung oder beim nächsten Bewerbungsgespräch im Sinn hat, sollte als Gegenpol unbedingt auch Beitragszahlungen in eine betriebliche Altersversorgung stecken. Das kann die Nachteile bei der gesetzlichen Rente durch viele und hohe Gehaltsextras wieder ausgleichen.

Steuertipp: Seit dem Jahr 2018 ist der steuerfreie Höchstbetrag für Beiträge in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder in einen Pensionsfonds von vier auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West in der Rentenversicherung gestiegen. Für die Beitragszahlungen gilt Folgendes:

  • Steuern: Beitragszahlungen bleiben bis zu einem Betrag von 6.240 Euro steuerfrei (8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze )
  • Sozialversicherung: Die Sozialversicherungsfreiheit gilt nach wie vor nur für Beitragszahlungen von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (= bis zu 3.120 Euro sozialversicherungsfrei). dhz
Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.
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