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Gute Auftragslage im Holzbau Zimmerer profitieren von gestiegenem Wohnungsbau

Mehr Azubis und mehr Aufträge im Wohnungsbau: 2015 war ein gutes Jahr für das Zimmererhandwerk und auch 2016 wird mit weiterem Zuwachs gerechnet.

Der Wohnungsbau hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. 2015 wurden 8.481 Wohngebäude mehr genehmigt als noch im Jahr 2014. Bei 16,1 Prozent der Gebäude haben sich die Bauherren dabei für ein Holzhaus entschieden. Die Holzbauquote ist damit um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dies teilte die Berufsorganisation Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes anlässlich der Veröffentlichung des Lageberichts 2016 mit. Als Grund für diese positive Entwicklung nennt die Berufsorganisation auch die vermehrte Nachfrage nach Wohnraum für Flüchtlinge.

Mehr Umsatz und stabile Beschäftigungslage

Für 2015 rechnet der Verband mit einem weiteren Umsatzzuwachs von 1,5 Prozent und begründet dies mit der anhaltenden Baunachfrage aufgrund des niedrigen Zinsniveaus. Die 11.317 Zimmerei- und Holzbaubetriebe in Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2014 einen Umsatz von 6,3 Mrd. Euro. Für 2015 werden 6,4 Mrd. Euro Umsatz hochgerechnet. Der Ausblick auf 2016 ist weiterhin optimistisch. Die Prognose für Umsatz und Beschäftigung liegt bei einem Plus von circa 2 Prozent. Der Auftragsbestand zu Jahresanfang betrug – mit regionalen Unterschieden – durchschnittlich 10,5 Wochen.

Während die Anzahl der Betriebe 2015 wieder leicht angestiegen ist, nimmt die durchschnittliche Betriebsgröße etwas ab. Damit bleibt die Beschäftigungslage in den Betrieben nahezu unverändert. Zusätzliche Nachfrage werde in erster Linie im Wege von Mehrarbeit und dem Einsatz von Nachunternehmern abgedeckt.

Der Umsatz je Beschäftigten ist relativ stabil. Das gilt auch für die Größenklassenverteilung der Betriebe. Etwa 97 Prozent der Zimmerei- und Holzbaubetriebe haben bis zu 19 Beschäftigte, was dem Durchschnitt aller Handwerksbetriebe entspricht.

Hohe Ausbildungsbereitschaft

Im Jahr 2015 sind die Ausbildungszahlen um 4,1 Prozent von 6.943 auf 7.006 Lehrlinge im Zimmererhandwerk gestiegen. Das bedeutet, dass mehr als jeder zehnte Betrieb ausbildet (Ausbildungsquote: 10,9 Prozent). Da auch die Anzahl der Auszubildenden im ersten Lehrjahr angestiegen ist, ist laut Verband davon auszugehen, dass diese positive Entwicklung auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Holzbauunternehmer werde auch in der jährlichen Konjunkturumfrage von Holzbau Deutschland bestätigt.

Den Lagebericht 2016 mit weiteren Infos und Grafiken gibt es als PDF zum Downloaden. dhz

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