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Steuertipp Zertifizierte Sicherheitseinrichtung für Kassen: Neue Übergangsregelung

Eigentlich sollten elektronische Registrierkassen bereits zum 1. Januar 2020 mit einer zertifizierten Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgerüstet sein. Doch da viele Kassenhersteller diesen Service zum Jahresanfang noch nicht anbieten konnten, wurde eine Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30. September beschlossen. Die Frist wurde nun in einigen Bundesländern verlängert.

Da es mit der Umrüstung elektronischer Kassen mit der TSE aufgrund der Corona-Krise bis 30. September 2020 in vielen Betrieben nicht klappen wird, haben sich einige Bundesländer für eine Nichtbeanstandungsregelung bis zum 31. März 2021 ausgesprochen. Unter bestimmten Voraussetzungen liegt dann kein steuerlicher Mangel vor, wenn die Kasse frühestens am 31. März 2021 mit der TSE ausgerüstet ist.

Teilnehmende Bundesländer und Voraussetzungen

Die Verlängerung der Nichtbeanstandungsregelung wurde noch vor wenigen Wochen vom Bundesfinanzministerium abgelehnt. Die Bundesländer, die nun eine Verlängerung bis 31. März 2021 genehmigen, wenden sich also explizit gegen den Willen des Bundesfinanzministers Olaf Scholz. In folgenden Bundesländern gilt der Stichtag 31. März 2021: Bayern. Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein.

Steuertipp 1: Die Voraussetzungen in einzelnen Bundesländern sind sehr unterschiedlich. Es wird jedoch gefordert, dass die Umrüstung der Kasse bis 31. August 2020 (Niedersachsen) bzw. bis 30. September 2020 (Bayern) nachweislich beim Kassenhersteller beauftragt wurde. Alternativ kommt die Verlängerung der Nichtbeanstandungsfrist in Bayern in Betracht, wenn der Unternehmer eine Cloud-Lösung für die TSE sucht und diese nachweislich noch nicht angeboten werden kann.

Steuertipp 2: Haken Sie unbedingt bei Ihrem Finanzamt nach, ob eine Ausdehnung der Nichtbeanstandungsregelung gilt und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Dann heißt es zeitnah aktiv werden und den Kassenhersteller mit der Umrüstung beauftragen. Der Schriftverkehr bzw. E-Mailverkehr ist bei den Buchhaltungsunterlagen aufzubewahren und dem Finanzamt im Zweifel vorzulegen.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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