Betrieb -

Arbeitgeberinstrument Zeitkonto: Finanzierung von Arbeitnehmerauszeiten

Das Zeitkonto ist für kleine und mittelständische Betriebe ein Instrument, um Auszeiten des Angestellten zu finanzieren. Was Arbeitgeber beachten müssen.

Was ist ein Zeitkonto?

Ein Zeitkonto, auch bekannt als Wertguthaben, Zeitwertkonto oder Langzeitkonto, ist ein Konto des Arbeitnehmers, auf das ein Teil des monatlichen Gehalts eingezahlt wird und als ein finanzielles Guthaben des Arbeitnehmers geführt wird.

Zeitkonten haben das Ziel, eine längerfristige Freistellung des Arbeitnehmers zu finanzieren. Diese Auszeiten können beispielsweise Pflegezeiten von Angehörigen, Elternzeit, Teilzeit und Altersteilzeit sein. Die Besonderheit: Während dieser Freistellungsphasen sind die Angestellten weiterhin sozialversichert beschäftigt.

Wie werden Zeitkonten finanziert?

Für die Finanzierung der Zeitkonten sorgen die beteiligten Beschäftigten selbst. Ein Zeitkonto wird aufgebaut, indem die Arbeitnehmer auf die Auszahlung von Entgeltteilen verzichten und diese steuer- und sozialabgabenfrei einem betrieblichen Zeitkonto zuführen.

Was kann in das Zeitwertkonto mit eingebracht werden?

Auch Überstunden oder über den gesetzlichen Mindesturlaub hinausgehender Urlaub sind auf das Zeitkonto einzahlbar. Darüber hinaus können Arbeitgeber mit finanziellen Zuschüssen den Aufbau von Zeitwertkonten unterstützen. Neben den angesparten Entgeltanteilen stehen den Beschäftigten auch die Zinsen zur Verfügung.

Eine weiterführende kostenfreie Broschüre zum Thema Zeitwertkonten stellt das Bundesarbeitsministerium auf bmas.de zur Verfügung. cle

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten