Bildergalerie: Zehn Gesten, die im Urlaub Ärger bringen

Moutza-Geste
© Adiano - stock.adobe.com
Die Finger sind gespreizt, die Hand bewegt sich vom Körper weg zum Adressaten: Wer von einem Griechen mit der Moutza-Geste bedacht wird, hat es sich gründlich mit ihm verscherzt. Auch in Pakistan, Armenien und Teilen Westafrikas trifft man auf diese Form der Ächtung. In Mexiko sowie Teilen Mittelamerikas gilt sie als Drohung. Weniger dramatisch ist die Geste in den USA. "Halt den Mund" will der Amerikaner damit sagen.
V-Zeichen
© chambo4ka - stock.adobe.com
Das "V-Zeichen" steht in Deutschland für "Victory", seitdem der britische Premier Winston Churchill die Siegesgeste nach dem zweiten Weltkrieg bekannt machte. In alternativen Kreisen steht es für "Peace" (Frieden) und in Kneipen bestellt man damit zwei Bier nach. In Großbritannien, Irland, Neuseeland oder Australien ist das Zeichen jedoch eine Beleidigung und bedeutet so viel wie "f*** you". Entscheidendes Erkennungsmerkmal: Nicht die Handfläche, sondern der Handrücken zeigt zum Gegenüber.
Ok-Zeichen
© chambo4ka - stock.adobe.com
Wenn Daumen und Zeigefinger einen Kreis bilden, bedeutet das in den USA "Ok, prima" und in Deutschland "spitze". Franzosen und Belgier bezeichnen so etwas als wertlos. Japaner spielen wiederum auf Geld an. In Mexiko lädt man mit dieser Geste zu sexuellen Aktivitäten ein und in Russland unterstellt man jemanden eine Vorliebe für das eigene Geschlecht.
Daumen hoch
© chambo4ka - stock.adobe.com
"Alles paletti" bedeutet das "Daumen hoch" für die meisten Europäer. Aber in Russland, Griechenland und Australien handelt es sich um eine obszöne Geste. Vorsicht: In Japan kauft man damit gleich fünf Stück (von irgendetwas) Bestelltem. Übrigens: Wer mit Daumen und Zeigefinger nach unserem Verständnis eine zwei anzeigt, bezeichnet in China die Zahl acht. Das hat mit der Ähnlichkeit zum Schriftzeichen zutun.
Wackelhand
© chambo4ka - stock.adobe.com
Mit der Wackelhand-Geste drücken Türken ihr Wohlgefallen aus. In Italien hingegen fragt man auf diese Weise: "Was soll das?". In Ägypten wiederum bittet man so um etwas Geduld. Und werden die Finger in dieser Position geöffnet und geschlossen, besteht eine weitere Verwechslungsgefahr: "Hast du Angst?" würde man in Mexiko fragen.
Hörner-Geste
© chambo4ka - stock.adobe.com
Ursprünglich besagte der Aberglaube in Italien, die "Zwei Hörner-Geste" könnte Unglück fernhalten. Deshalb dreht man die Finger inzwischen Richtung Boden. Denn mit gen Himmel zeigenden Hörnern ist in Italien und Südamerika häufig etwas anderes gemeint: "Du bist gehörnt". Soll heißen: Deine Frau betrügt dich. Heavy-Metall-Fans hingegen huldigen so Satan und Rockfans feiern damit ihre Musik.
Antonioguillem - stock.adobe.com
© Nasenklau-Geste
Viele Deutsche, US-Amerikaner, Briten, Spanier und Franzosen kennen sie als harmloses Spiel mit Kindern - man greife nach einer Nase und halte sie dann vermeintlich zwischen den Fingern. Der Daumen, der dort hervorlugt, weist allerdings im osteuropäischen Raum lästige Bittsteller ab. Und in Italien, Griechenland, Türkei oder der Niederlande spielt man so auf weibliche Geschlechtsteile an.
Vogel zeigen
© DDRockstar - stock.adobe.com
Das Universalsymbol für Verrückte ("Vogelzeichen") gibt es in zahlreichen Varianten: In manchen Ländern tippt man sich mit dem Finger an die Schläfen, in anderen dreht man Finger oder Hand am Kopf. Allerdings deutet ein Finger am Kopf zuweilen auch an, dass jemand klug ist. Und lässt ein Motorradfahrer in den USA den Finger in Kopfhöhe zirkulieren, will er damit andere vor der Polizei warnen.
Lock-Geste
© yanmingzhang - stock.adobe.com
In den USA und Deutschland locken wir manchmal spielerisch jemanden mit einem Finger zu uns. In Teilen Asiens und Ozeaniens wird das als unverschämt empfunden. Auch das Zeigen mit einem Finger kann unhöflich wirken. Im Notfall mit der ganzen Hand deuten und lieber nicht in Richtung eines Menschen. Winkt ein Japaner, indem er die Hand mehrfach nach vorne abknickt, will er übrigens nur jemanden herbeiwinken.
Winken
© klikk - stock.adobe.com
In den meisten europäischen Ländern ist Abschiedswinken kein Problem. Aber wenn man sich dabei direkt gegenübersteht, ist das in Südostasien und der Türkei eine Beleidigung. Auch wenn man den Arm zum Dank heben oder auf diese Weise jemanden stoppen will - wenn schon, dann bitte mit den Arm vertikal nach oben. Denn eine Verwechslung mit dem Hitlergruß droht.