Südthüringen -

Ausbildung Zahl der Ausbildungsverträge auf gleichbleibendem Niveau

Mit Stand 31. Dezember 2018 registrierte die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Südthüringen 530 neu eingetragene Berufsausbildungsverhältnisse (BAV), sechs mehr als im letzten Jahr.

321 Lehrstellen konnten die Unternehmen bisher nicht besetzen. 2017 waren es 300. „Wir werden auch in diesem Jahr alles daran setzen, die Mitgliedsbetriebe im Südthüringer Handwerk bei der Besetzung dringend benötigter Ausbildungsplätze zu unterstützen“, sichert Hauptgeschäftsführerin Manuela Glühmann zu Beginn des neuen Jahres zu.

Betriebe werden unterstützt

An der Spitze der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stehen erneut die Kfz-Mechatroniker mit 115 neuen Lehrlingen zu 103 im vergangenen Jahr. Es folgen die Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, mit 47 zu 53 im Jahr 2017 vor den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) mit 36 zu 37. Bei den Frauen führen die Friseurinnen die Liste mit 31 Auszubildenden an, fünf mehr als zum Stichtag des vergangenen Jahres.

Es folgen die Kauffrauen für Büromanagement mit 21 und die Fachverkäufer mit 14 Azubis. Die Anzahl aller zu diesem Zeitpunkt registrierten Ausbildungsverhältnisse im Südthüringer Handwerk beträgt 1.350 zu 1.361 im Vorjahr Diese werden in 74 Handwerksberufen ausgebildet. Unter ihnen befinden sich 305 weibliche Lehrlinge. Mit 428 werden die meisten Lehrlinge im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ausgebildet. Im Wartburgkreis sind es 271, in Eisenach 191, im Landkreis Hildburghausen 174, im Landkreis Sonneberg 160 und in Suhl 137 Auszubildende. Anfang des neuen ­Jahres sind insgesamt 2.928 aus­bildungsberechtigte Handwerks­betriebe in der Handwerksrolle eingetragen.

Elf Teilnehmer absolvierten 2018 eine Einstiegsqualifizierung (EQ) in den Handwerksbetrieben. Außerdem gab es 34 Umschüler. Aktuell bilden die Südthüringer Handwerksbetriebe 31 ausländische Lehrlinge aus 13 Nationen in neun Handwerksberufen aus. Darunter befinden sich Auszubildende aus Ländern außerhalb der EU und Asylbewerber.

Abbruch von BA-Verhältnissen

Nach Informationen des Thüringer Bildungsministeriums verließen auch im vergangenen Jahr zu viele Berufsschüler vorzeitig und ohne Abschluss die Berufsschule. Dem aktuellen Berufsbildungsbericht zufolge lag die Quote wieder bei rund 25 Prozent. „Diesem Trend wollen wir auch 2019 entgegenwirken, um die Zahlen der Berufsschulabbrüche zu senken“, sagte Stefanie von Nordheim, Abteilungsleiterin Berufsbildung der HWK Südthüringen.

So soll die Arbeit an den Regelschulen, Förderzentren und Gymnasien zur Berufswahlentscheidung verstärkt werden, um getroffene Entscheidungen für einen Handwerksberuf bis zum Abschluss zu verstetigen. Des Weiteren sollen Azubis in der Probezeit bei den Unternehmen vorbeugend betreut werden, um frühzeitig Anzeichen für einen Abbruch zu erkennen und Maßnahmen zum Gegensteuern einzuleiten.

2019 startet die HWK Südthüringen ein Pilotprojekt zur Einführung des Online-Berichtsheftes „Blok“ in die duale Ausbildung des Südthüringer Handwerks. Dieses wird ausgewählten Ausbildungsunternehmen zur Erprobung mit ihren Azubis angeboten und im Erfolgsfall ab 1. August in die Ausbildung eingeführt. Seit 1. Oktober 2017 ist gesetzlich geregelt, dass das Berichtsheft als Ausbildungsnachweis von Lehrlingen auch elektronisch geführt werden kann.

Alle Fragen rund um die Ausbildung im Handwerk beantwortet Stefanie von Nordheim mit ihrem Team, Tel. 03681/370210, E-Mail: stefanie.von.nordheim@hwk-suedthueringen.de

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