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Zentralverband des Deutschen Handwerks Wollseifer ist neuer Handwerkspräsident

Hans Peter Wollseifer heißt der neue Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Er wurde von der Vollversammlung in Dortmund gewählt. Das Handwerk wolle er kraftvoll und selbstbewusst positionieren, wie er der Deutschen Handwerks Zeitung sagte. Für die neue Bundesregierung sieht er dringenden Handlungsbedarf.

Hans Peter Wollseifer
ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke (li.) und Otto Kentzler (re.) beglückwünschen den neu gewählten Präsidenten Hans Peter Wollseifer. -

Der Rheinländer Hans Peter Wollseifer ist neuer Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Er wurde von der Vollversammlung in Dortmund zum Nachfolger von Otto Kentzler gewählt. Kentzler hatte das Amt neun Jahre lang inne. Zur Wahl hatten sich auch Franz Prebeck aus Niederbayern und Rainer Reichhold aus Stuttgart gestellt.

Wollseifer (58) ist Präsident der Handwerkskammer zu Köln. Er ist gelernter Maler- und Lackierermeister und gründete in seiner Laufbahn mehrere Firmen im Bereich Wohnungswirtschaft und Bau. Er ist Experte für die Sanierung von Hochhausfassaden, sein Betrieb ist in der Gebäudesanierung für private und gewerbliche Kunden und für Wohnungsgesellschaften tätig.

Dem Handwerk will er neues Selbstbewusstsein einhauchen. "Das Handwerk versteht sich als Partner und Berater der Politik. Diese Tradition will ich gerne fortsetzen, zumal es bei der Politik aktuell echten Beratungsbedarf gibt", kündigte Wollseifer nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses an. Er möchte das deutsche Handwerk in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft kraftvoll positionieren, damit es in Zukunft noch mehr die Wertschätzung erfährt, die ihm aufgrund seiner Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Ausbildungsstärke zusteht, hatte er im Vorfeld der Wahl in der Deutschen Handwerks Zeitung gesagt.

"Steuererhöhungen müssen vermieden werden"

Für die neue Bundesregierung sieht Wollseifer dringenden Handlungsbedarf: "Steuererhöhungen und neue Abgaben müssen vermieden werden, die kalte Progression ist abzuschaffen", sagte Wollseifer. "Bei der Finanzierung der Sozialsysteme dürfen lohnintensive Betriebe nicht benachteiligt werden. Die Vorfälligkeit der Sozialbeiträge ist rückgängig zu machen", führte er weiter aus.

Wollseifer vermisst auch Investitionen in der Energiewende: "Wir brauchen eine bezahlbare Energiepolitik, die die moderne Energietechnik des Handwerks und private Energieeffizienz-Investitionen fördert. "

Der Kölner Kammerpräsident kann eine lange Liste an Ehrenämtern und Mandaten vorweisen. Unter anderem ist er Vorstandsvorsitzender des IKK-Vereins , Vizepräsident des westdeutschen Handwerkstags und Aufsichtsrat der Kölner Bank.

Wollseifer ist 1955 geboren, verheiratet und hat zwei Kinder. dhz

Den Lebenslauf von Hans Peter Wollseifer können Sie unter zdh.de nachlesen.

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