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Stromkosten in Ost und West unterschiedlich Wo Stromkunden mit Preissenkungen rechnen können

Der Strompreis ist in den letzten zehn Jahren um fast 40 Prozent gestiegen und Strom war noch nie so teuer wie jetzt. Die Prognosen für 2018 deuten jedoch auf eine leichte Entspannung hin – zumindest in einigen Regionen Deutschlands.

Noch steht nicht fest, was genau die neue Bundesregierung plant, um die Stromkosten zu senken – in der Diskussion steht sowohl eine Reduzierung der Stromsteuer als auch eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – doch der Kostendruck sind zumindest ein wenig, da die EEG-Umlage 2018 zu ersten Mal nicht mehr weiter steigt.

Dennoch bleiben die Kosten erst einmal auf hohem Niveau – und dieses war 2017 so hoch wie noch nie zuvor. Durchschnittlich 28,19 Cent mussten Verbraucher nach Angaben des Vergleichsportals Verivox in diesem Jahr für eine Kilowattstunde bezahlen. Das sind drei Prozent mehr als 2016.

Was den Strompreis derart in die Höhe treibt – immerhin ist er in den vergangenen zehn Jahren um fast 40 Prozent gestiegen – sind die Steuern und Abgaben. Sie machen laut Verivox derzeit 56 Prozent der Stromkosten aus. Einen besonders großen Einfluss mit einem Anteil von 25 Prozent haben dabei die Netznutzungsentgelte. Diese sorgen auch dafür, dass der Strompreis nicht in jeder Region Deutschlands gleich hoch ist.

Unterschiede beim Strompreis zwischen Ost und West

Preisunterschiede hat das Vergleichsportal vor allem zwischen Ost und West festgestellt: Nimmt man einen Verbrauch von 4.000 kWh als Basis, so zahlen Stromkunden im Osten Deutschlands im Schnitt rund 50 Euro im Jahr mehr. "In dünner besiedelten Regionen wie etwa den ostdeutschen Flächenländern verteilen sich die Kosten auf weniger Verbraucher und die Endpreise fallen häufig höher aus", meldet Verivox als Erklärung.

Für das kommende Jahr geben die Vergleichsprofis dennoch eine Prognose bekannt, die einige Stromkunden im Osten entlasten kann. So sei durch die sinkende EEG-Umlage und auch durch reduzierte Stromnetzgebühren zwar nicht mit einer flächendeckenden Strompreissenkung zu rechnen. Da in einigen Bundesländern jedoch die Netzentgelte deutlich sinken, wird sich das dort auch auf der Stromrechnung zeigen.

Strompreissenkungen kann es in

  • Brandenburg,
  • Mecklenburg-Vorpommern und
  • Bremen geben.

Dagegen steigen die Netzentgelte und damit auch leicht die Strompreise in

  • Baden-Württemberg,
  • dem Saarland und
  • Nordrhein-Westfalen.
dhz
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