Stuttgart -

Servicetag vor Ort „Wir wollen mit der Beratung in die Fläche gehen“

Mit dem neuen Servicetag vor Ort bei den Kreishandwerkerschaften schlägt die Kammer ein neues Kapitel in Sachen Kundennähe auf. Ein Interview über die Hintergründe mit der Geschäftsführerin Petra Engstler-Karrasch.

Mit dem neuen Servicetag vor Ort bei den Kreishandwerkerschaften schlägt die Kammer ein neues Kapitel in Sachen Kundennähe auf. Einmal im Monat werden die Experten aus Stuttgart die Handwerksunternehmer direkt in den Landkreisen bei den vielfältigen Fragestellungen aus dem Betriebsalltag unterstützen. Über die Hintergründe sprach die DHZ-Lokalredaktion mit Petra Engstler-Karrasch, Geschäftsführerin Unternehmensservice bei der Handwerkskammer Region Stuttgart.

DHZ: Worin sehen Sie die Vorteile des Angebots?
Karrasch: In der Kundennähe – Unternehmer können im Prinzip das gesamte Beratungsspektrum, das sie kostenfrei in der Kammer abrufen können, nun auch vor Ort in Anspruch nehmen. In Ruhe, ohne lange und staureiche Anfahrt. Wir wollen die Beratung ganzheitlich anbieten.

„Wir wollen mit der Beratung in die Fläche gehen“

DHZ: Was verstehen Sie unter ganzheitlicher Beratung?
Karrasch: Ein für die jeweilige Region zuständiger Berater stimmt im Vorfeld mit dem Kunden ab, bei welchen Fragen und Herausforderungen wir unterstützen können. Davon abhängig koordiniert er dann, dass das Fachwissen der entsprechenden Beraterkollegen möglichst gebündelt in einem Termin zur Verfügung steht, gegebenenfalls mobil. Es gibt also einen Ansprechpartner für alles.

DHZ: … und wie kann man sich den mobilen Berater vorstellen?
Karrasch: Zum einen haben unsere Berater dank moderner Technik alle Unterlagen zum Gespräch digital vor Ort und können auf alle Infos zugreifen, mit denen wir auch in der Kammer arbeiten. Und um wirklich die für Spezialfragen erforderliche Fachexpertise vor Ort anbieten zu können, wird es virtuelle Tandemberatungen geben.

DHZ: Haben Sie ein Beispiel parat?
Karrasch: Ja, es kann zum Beispiel sein, dass der betriebswirtschaftliche Berater in einer Nachfolgeberatung zwar alle finanzierungstechnischen Fragen vor Ort klären kann, für eine Rechtsform- oder Vertragsfrage aber die Rechtsberaterin, für eine Rückfrage zur erfolgten Maschinenparkbewertung den technischen Kollegen oder für die Frage, wie man die Kommunikation mit den Mitarbeitern ideal gestalten kann, die Personalberaterin über eine Konferenzschaltung mit einbezieht.

DHZ: Wo liegen die thematischen Schwerpunkte derzeit bei Ihren Beratungen?
Karrasch: Neben der Moderation des Nachfolgeprozesses sind Beratungen rund um die Nachfolgesituation wie verschiedene Bewertungsverfahren, Finanzierungsfragen, Rechtsformfragen oder auch die Existenzgründungsberatung inklusive Businessplanerstellung sicherlich nach wie vor ein großes Thema. Doch neben den „Klassikern“ beraten wir aktuell auch viele Kunden bei Fragen der Fachkräftegewinnung: Wie stelle ich mich als Arbeitgeber gut dar? Wie differenziere ich mich auf dem angespannten Arbeitsmarkt und wie setze ich Personalbeschaffungsmaßnahmen professionell auf? Aber auch: Was kann ich tun, um gute Mitarbeiter zu halten?

„Für die für Spezialfragen ­erforderliche Expertise wird es Tandemberatungen geben.“

DHZ: Wie komme ich nun zu einem Termin in meinem Landkreis?
Karrasch: An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön unseren Partnern in den Kreishandwerkerschaften, die die Vor-Ort-Organisation für das gemeinsame Angebot übernehmen. Auf unserer Homepage sind die Termine hinterlegt. Fest vereinbart wird der Termin per Telefon mit der Kreishandwerkerschaft.

Infos und Termine: hwk-stuttgart.de/bvo

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