Mobilität -

Über 100 neue Modelle Wichtige Neuheiten auf dem Genfer Autosalon

Auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13.März) präsentieren die Hersteller in diesem Jahr viele neue SUV´s, auch im kleineren Segment. Insgesamt sind laut Veranstalter über 100 neue Modelle zu sehen. Allerdings: Die Schweizer Show bedient diesmal eher die Extreme.

Wer ein neues Familienauto braucht, muss auf dem Genfer Autosalon in diesem Jahr lange suchen Denn neben sparsamen Modellen und neuen SUV´s bedient die Schweizer Frühjahrsmesse (3. bis 13. März) mehr als je zuvor die Extreme und zeigt viele neue Sportwagen.

Ein Erdgasauto für Handwerker

Eine interessante Neuheit für Handwerker, die ihren Fuhrpark mit sparsamen Erdgasautos ausstatten möchten, ist bei Volkswagen zu sehen. VW präsentiert in Genf erstmals den Erdgas-Caddy TGI Blue Motion in Kombination mit einem Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Bei Normverbräuchen von 4,1 Kilogramm pro 100 Kilometer kann der Caddy  rechnerisch Reichweiten von rund 630 Kilometern im reinen Gasbetrieb erzielen. Zusätzlich gibt es einen Benzintank mit einem Volumen von 13 Litern. Der Preis für den Caddy TGI DSG als Kastenwagen liegt bei rund 21.000 Euro netto.

Neuer Transporter von Citroen

Mit dem Space Tourer stellt Citroën einen neuen Transporter vor. Er ersetzt den Jumpy und stammt wie dieser aus der Transporter-Kooperation des PSA-Konzerns mit Toyota. Der Space Tourer wird in drei Längen und vier Ausstattungsvarianten auf den Markt kommen. Neu im Segment ist die Kurz-Version mit kompakten 4,60 Metern Außenlänge und knapp 2.000 Litern Laderaumvolumen sowie Platz für bis zu neun Personen.

Was der Genfer Autosalon zu bieten hat

Von Audi bis Ford – SUV´s sind im Trend

Außerdem sind auf dem Genfer Autosalon 2016 einige neue SUV-Modelle ausgestellt. Audi präsentiert seinen kleinsten SUV, den Q2. Eine fast coupéhafte Silhouette, große Lufteinlässe und der hoch angeordnete achteckige Grill prägen sein Bild. Ein radargestütztes Notbremssystem ist serienmäßig. Der Gepäckraum fasst 405 Liter.

Opel hat seinen Geländewagen Mokka überarbeitet: Neues Design, mehr Ausstattung und eine weitere Motorvariante. Die Antriebspalette wurde um die 1.4 Direct Injection Turbo ergänzt. Er leistet im Mokka X 150 PS und wird mit einer Sechs-Stufen-Automatik und Allradantrieb kombiniert. Markteinführung des überarbeiteten Mokka ist im Sommer. VW zeigt neben dem überarbeiteten Up sowie einer kleinen Polo-SUV-Studie auch den VW Multivan Pan Americana.

Ford hat seinem Kuga ein Facelift verordnet, mit retuschiertem Design und sparsamerem Motor. Peugeot zeigt in Genf den SUV 2008 mit neuer Front - steiler Grill und breitere Kotflügel. Kia hat mit dem Niro einen ausschließlich für den Hybridantrieb entwickelten SUV im Angebot.

Volvo schließt den Generationswechsel an der Spitze der Modellpalette mit dem Luxus-Kombi V90 ab. Und auch der deutsch-chinesische Hersteller Borgward lässt es sich ein Jahr nach seinem Relaunch nicht nehmen, sein zweites Modell zu präsentieren. Medienberichten zufolge handelt es sich um ein kleineres Schwestermodell des ersten Borgward-Autos BX7.

Renault erfindet den Scénic neu

Außerdem feiert Renault auf dem Genfer Automobilsalon den komplett neuen Scénic. Er ist höher, breiter und länger als der Vorgänger, bietet mehr Bodenfreiheit und eine dreigeteilte Panorama-Frontscheibe im Stil des Espace. Anders als bei den drei Vorgängermodellen liegt das komplett digital ausgeführte Kombiinstrument nun im Blickfeld des Fahrers. Ergänzend bietet Renault für das Cockpit ein farbiges Head-up-Display an. Das Kofferaumvolumen wächst auf 572 Liter.

Atemberaubende Sportwagen jenseits der 1.000-PS-Marke

Allerdings geizt der Genfer Autosalon 2016 auch nicht mit atemberaubenden Sportwagen. Eines der Highlights der Messe:  Der Bugatti Chiron mit 1.500 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 420 km/h. Das weitgehend aus Karbon und Aluminium gefertigte Bugatti-Coupé verfügt über einen 16-Zylinder-Motor, acht Liter Hubraum und Allradantrieb. Ebenso atemberaubend wie das Auto selbst ist auch sein Preis: 2,9 Millionen Euro muss der Käufer für den Bugatti hinlegen.  

Auch BMW lässt die Muskeln spielen - die Münchner präsentieren in Genf den neuen 7er als Zwölfzylinder mit 660 PS, gut 300 Kilometern pro Stunde Spitzengeschwindigkeit und ebenfalls Allradantrieb. Mercedes schließt eine Lücke im Modellprogramm seines C-Klasse- Coupés und zeigt eine Version von AMG mit sechs Zylindern und 367 PS.

Opel zeigt Studie eines neuen GT

Aber es sind in Genf nicht nur die Sportwagenhersteller, die auf die Überholspur drängen. Auch zwei Massenmarken entdecken zur Messe die Lust an der Leistung. So bringt Renault mit einem rassigen Coupé den sportlichen Ableger Alpine zurück und Opel erinnert mit einer betont sportlichen Designstudie an das Debüt des Experimental GT im Herbst 1965. Ob, wie und wann es einen neuen GT geben wird, ist jedoch noch völlig offen.

Egal ob Spitzensportwagen, Sparer oder SUV – der Genfer Autosalon hat auch 2016 viele Hingucker zu bieten. Von dem 2,9 Millionen Euro teuren Bugatti Chiron sind übrigens bereits vor der Premiere nach Angaben des Herstellers mehr als 100 Exemplare verkauft.  end/dpa/ampnet

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