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Sicherheitslücke WhatsApp gehackt: So finden Sie heraus, ob Sie bedroht sind

Eine Sicherheitslücke bei WhatsApp ermöglichte es Hackern, eine Spionage-Software auf Smartphones zu installieren. Die Schwachstelle wurde inzwischen behoben, Nutzer müssen unter Umständen dennoch noch aktiv werden. Auf wen das zutrifft – und was zu tun ist.

Hacker machten sich offenbar eine Schwachstelle bei WhatsApp zunutze, um Überwachungssoftware auf Smartphones zu installieren. Wie der Mutterkonzern Facebook bekanntgab, konnte die Sicherheitslücke inzwischen geschlossen werden. Seit Montag bietet WhatsApp ein entsprechendes Update zum Schutz vor weiteren Angriffen an. WhatsApp-Nutzer, die noch eine ältere Version nutzen, sollten ihre App nun dringend aktualisieren.

Folgende WhatsApp-Versionen sind laut Facebook sicher – ältere Versionen benötigen ein Update:

  • WhatsApp for Android: v2.19.134
  • WhatsApp Business for Android: v2.19.44
  • WhatsApp for iOS: v2.19.51
  • WhatsApp Business for iOS: v2.19.51
  • WhatsApp for Windows Phone: v2.18.348
  • WhatsApp for Tizen: v2.18.15

Welche Version aktuell installiert ist, können Nutzer in den Einstellungen unter Hilfe und App-Info nachsehen. Es wird empfohlen, ebenfalls das verwendete Betriebssystem zu aktualisieren.

Angriff über WhatsApp-Anruf: Steckt ein israelisches Unternehmen dahinter?

Die Angreifer konnten die Software über einen präparierten WhatsApp-Anruf auf die Smartphones schleusen. Die Opfer mussten den Anruf hierfür nicht einmal entgegen nehmen, wie Heise berichtet. Bei Facebook geht man davon aus, dass lediglich einige gezielt ausgewählte Nutzer Ziel der Angriffe waren.

Im Verdacht steht einem Bericht der "Financial Times" zufolge die israelische NSO Group. Das Unternehmen programmiert und vertreibt unter anderem Spyware mit dem Namen Pegasus. Eine Software, die nach bisherigen Informationen Mikrofon und Kamera eines Telefons aktivieren, Standort-Daten sammeln sowie E-Mails und Kurzmitteilungen durchsuchen kann. In einer Stellungnahme gab NSO an, die eigenen Produkte nur an Regierungen zu lizenzieren und selbst keine Angriffsziele auszuwählen. fre

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