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Metzgerwettstreit um beste Bratwurst Wettstreit um die Wurst: Das ist der neue Bratwurstkönig

Bier, Lederhosen und Würste – so in etwa sieht das Klischee vom Deutschen in der Welt aus. Dabei sind es besonders die fränkischen Würste, die dieses Bild prägten. Kein Wunder also, dass nun ein Metzger aus Unterfranken zum neuen Bratwurstkönig gekürt wurde.

Bereits seit acht Jahren wird in Pegnitz auf dem Fränkischen Bratwurstgipfel ein König gewählt. Dieses Jahr erkämpfte sich Metzgermeister Stephan Jamm den Titel mit seiner Kerwawurst und der neuen Gyroswurst.

Klassisch und kreativ: alles dabei

Der Verein zur Förderung der fränkischen Bratwurstkultur richtet den Gipfel zusammen mit den drei fränkischen Handwerkskammern aus. Insgesamt 16 Metzgereien können sich als Teilnehmer in den zwei Kategorien "Klassisch" und "Kreativ" bewerben. "Dieses Jahr waren es aber nur 14 Metzger", berichtet Jamm.

In der klassischen Kategorie entschied er sich für eine Wurst, die seine Frau und er schon vor zwei Jahren entwickelt hatten. Damals war sie für die Kirchweih im fränkischen Markt Einersheim gedacht, wo das Ehepaar die Metzgerei Deininger führt. Aus den 15 Bratwurstsorten, die die beiden in ihrem Laden anbieten, wählten sie die Kerwawurst, auf Hochdeutsch Kirchweihwurst, für ihre Bewerbung beim Bratwurstgipfel aus.

Mit der klassischen Wurst zum ersten Platz

Auf dem Gipfel werden die Würste eingesammelt und der Jury präsentiert – anonym ohne Name, nur mit Nummer. Die 14 Mitglieder der Jury vergeben Punkte zur Bewertung. Bis zu zehn sind es pro Bratwurst. "Und dann hat unsere klassische Wurst den ersten Platz gemacht und in der Kategorie 'Kreativ' waren wir Dritter", erzählt Jamm.

Vor zwei Jahren waren der Fleischer und seine Frau schon mal dabei. Dieses Jahr wollten sie es noch einmal versuchen. Der Erfolg spornt ihn nun weiter an, genauso wie die positiven Reaktionen. Der Fleischer will aber nicht nur deswegen nächstes Mal wieder mitmachen: "Als Bratwurstkönig muss man sogar dabei sein."

Die Gewinner vom Bratwurstgipfel

Wettbewerb um die klassische Bratwurst:

  1. Metzgerei Deininger, Markt Einersheim (Unterfranken): Kerwa-Bratwurst
  2. Metzgerei Wehrfritz, Muggendorf (Oberfranken): Grobe Bratwurst im Bändel
  3. Metzgerei Eiden, Gunzenhausen (Mittelfranken): Original fränkische Bratwurst im Bändel

Wettbewerb um die kreative Bratwurst:

  1. Metzgerei Wagner, Hausen (Oberfranken): Spargelbratwurt
  2. Hahn GmbH – Metzgerei, Bad Windsheim (Mittelfranken): Wildbretbratwurst mit Kraut und Beeren
  3. Metzgerei Deininger, Markt Einersheim (Unterfranken): Gyros-Bratwurst

Immer auf dem Rost grillen

Auch für Grillfreunde, die jetzt schon Appetit auf ein paar Würste bekommen haben, hat der Bratwurstkönig ein paar Tipps. "Auf jeden Fall sollte man seine Würstchen auf dem Rost grillen", sagt er, "das gibt viel bessere Aromen." Auch beim Kauf, weiß der Meister, was schmeckt. Er empfiehlt, rohe Würstchen zu braten. Bratwürstchen, die gekocht wurden, haben zum Teil bereits ihren Geschmack verloren. Bleiben beim Grillen ein paar übrig, kann man sie einfach mit grillen und gekühlt noch gut aufbewahren.  

Und welche Bratwurst isst der Metzger selbst am liebsten? Da muss er kurz lachen, bevor er sich entscheidet: "Im Moment habe ich mich ein bisschen in unseren Sieger, die klassische Bratwurst, verliebt."

3 Tipps vom Bratwurstkönig

  1. Grillen Sie Ihre Würste auf dem Rost. Dann schmecken sie am besten.
  2. Kaufen Sie rohe statt gekochter Bratwürste. Beim Kochen büßen diese bereits an Geschmack ein.
  3. Grillen Sie übrig gebliebene Würste mit. Kalt lassen sie sich so länger aufbewahren.
Der neue Bratwurstkönig

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