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Sicherheit und Gesundheit Wetterfeste Baustelle: So kommt man sicher durch den Herbst

Die Tage werden kürzer und das Wetter schlechter: Für alle, die im Freien arbeiten, birgt das Risiken für Sicherheit und Gesundheit. Die BG BAU gibt Tipps, wie man die Baustelle rechtzeitig auf das unbeständige Herbstwetter vorbereitet.

In den Herbstmonaten steigt die Unfallgefahr. Allein im September, Oktober und November des vergangenen Jahres registrierte die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) rund 28.900 meldepflichtige Arbeitsunfälle, darunter knapp 6.800 Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Es ist also ratsam, schon frühzeitig Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Unfälle zu vermeiden.

Ausreichende Beleuchtung auf der Baustelle

Viele Arbeiten im Herbst finden im Dunkeln statt – gerade am Morgen und späten Nachmittag. Um trotzdem sicher arbeiten zu können, müssen Baustellen nach Angaben der BG BAU mit künstlichem Licht und mindestens 20 Lux beleuchtet werden. Je nach Tätigkeit sind Teilflächen auch mit bis zu 500 Lux auszuleuchten. Welche Lichtstärke vor Ort herrscht, kann mit entsprechenden Apps und einem Smartphone mit Lichtsensor ermittelt werden.

Besondere Gefahrenbereiche, zum Beispiel stark befahrene Kreuzungen, sollten außerdem durch eine andersfarbige oder mindestens doppelt so hohe Beleuchtungsstärke wie die der Umgebung, hervorgehoben werden. Neben geeigneter Stärke, Typ, Farbe und Anordnung der Lampen, empfiehlt die BG BAU darauf zu achten, dass die zusätzlichen Lichtquellen gewartet und von Schmutz befreit werden.

Vorsicht vor rutschigen Böden

Auch nasses Laub auf dem Boden kann für ein erhöhtes Unfallrisiko sorgen. Es ist daher wichtig, Laub auf den Verkehrswegen oder Arbeitsplätzen regelmäßig zu entfernen. Bei Regen oder Schnee verwandeln sich auch Gerüste, Laufstege und Treppen schnell zu einem rutschigen Untergrund. Diese sollten dann geräumt und gestreut werden, damit Arbeiter nicht gefährdet sind, auszurutschen. Eine weitere Maßnahme, die bei schlechten Witterungsbedingungen helfen kann, ist beispielsweise das Anbringen von Planen an Gerüsten.

Auf wetterfeste Kleidung achten

Besonders wichtig bei schlechten Witterungsbedingungen ist wetterfeste und gut sichtbare Kleidung. Die richtige Kombination aus Wetterschutzjacke und Hose ist entscheidend - beispielsweise aus Mikrofasern, abgestimmt mit geeigneter Unterkleidung. Die Kleidung soll einen optimalen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und Umgebung erlauben. Auch der nötige Kälteschutz für den Kopf ist wichtig, etwa durch einen Helm mit Winterauskleidung. Der Chef ist außerdem verpflichtet, seinen Mitarbeitern einen den Anforderungen entsprechenden Fußschutz mit rutschfester Sohle bereitzustellen. Mit dem richtigen Schuhwerk kann sogar die Unfallgefahr durch Umknicken reduziert werden.

Je nach Tätigkeitsfeld und Risiko gelten bestimmte Vorgaben hinsichtlich Farbe und der notwendigen Warnklasse, die bei der Kleidung beachtet werden müssen. Weitere Informationen bietet das Bausteine-Angebot der BG BAU.

Herbst und Winter: Die sieben häufigsten Unfallursachen auf der Arbeit
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