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Logistik: Neuheiten bei Flurförderfahrzeugen Welcher Stapler am besten passt

Ausladen, stapeln, lagern: In jeder Werkstatt werden Kisten und Teile transportiert. Die DHZ hat sich bei Herstellern umgesehen. Je nach Betriebsgröße gibt es eine Bandbreite an Hebe- und Förderfahrzeugen.

Jungheinrich AM30

Hubwagen-Hersteller Jungheinrich hat mit dem AM30 ein Transport-Einstiegsmodell im Angebot. Für unterschiedliche Böden können Handwerker zwischen Vollgummi-, Nylon- oder Polyurethan-Lenkrollen wählen. Das Modell eignet sich besonders für schwere Lasten, weil seine Tragfähigkeit bei 3.000 Kilogramm liegt. Mit seinem Schnellhub (bis 120 Kilogramm) ist bodenfreies Anheben von Paletten mit drei Pumpenschlägen möglich.

Stapler

Jungheinrich verspricht höchste Wendigkeit auf engstem Raum (105 Grad Lenkeinschlag) durch eine geringe Vorderbaulänge. Chromatierte Buchsen der Räder und Gelenke sollen leichtes Ziehen und Schieben ermöglichen. Zugleich sollen sie besonders leise laufen und nicht nachgeschmiert werden müssen. Das Absenkventil ist so konstruiert, dass zerbrechliche Lasten bis 1.000 Kilogramm besonders feinfühlig abgesenkt werden können. Der Preis startet bei 760 Euro.

Crown WP3000-Serie

Mit der WP3000-Serie bietet Hersteller Crown eine Gabelhubwagen-Familie an, die besonders robust erscheint: Fahrgestell, Griff und Verkleidungen sind aus Stahl und Metallgussteilen gefertigt. Für den Antrieb sorgt ein AC-Fahrmotor, der seine Leistung auch bei fortschreitender Batterieentladung beibehalten soll. Statt wartungsbedürftigen Scheibenbremsen sind die verschiedenen Modelle mit einem selbstentwickelten Bremssystem ausgestattet. Es soll sanft und gleichmäßig verzögern. Die Bremsung findet im Motor statt, womit Energie in die Batterie zurückfließt.

Crown WP 3000.

Weitere Features sind ein Sonderfahrbereich mit Kriechgeschwindigkeit und eine Rampenstoppfunktion, die das Wegrollen auf Schrägen verhindert. Preislich liegt die Serie um die 5.000 Euro (1,6 Tonnen) mit 1.150 Millimeter Gabellänge sowie Batterie und Ladegerät.

Still Elektrohochhubwagen

Die Elektro-Hochhubwagen von Still sind für die Be- und Entladung von Lkw oder die Bedienung von Regalen gedacht. Durch viele Konfigurationen, etwa der Ausstattung mit einem Tele- oder Dreifach-Mast, lassen sich Hubhöhen bis 5.466 Millimeter erreichen. Damit lässt sich das Gerät nach Herstellerangaben für jede Transportaufgabe, etwa in Kühlhäusern, vorbereiten. Analog zur Modellbezeichnung beträgt die Tragfähigkeit von EXV 14, 16 und 20 jeweils 1.400, 1.600 oder 2.000 Kilogramm.

Still EXV 16.

Ein Farbdisplay mit Symbolen zeigt dem Bediener wichtige Funktionen auf einen Blick. Beim Loslassen der Deichsel stoppt der EXV auch auf Rampen automatisch. Das System „Curve Speed Control“ regelt die Geschwindigkeit in Kurven. Batteriekapazitäten von bis zu 375 Ah sollen eine lange Einsatzzeit ermöglichen. Mindestens 12.500 Euro kostet etwa das Modell EXV-16.

Linde Baureihe 386-02

Neu ist bei Hersteller Linde die Stapler-Baureihe 386-02. Die Stapler sind mit einem Zwei-Motoren-Antrieb und einer Kombi-Lenkachse ausgestattet. Damit soll der Vierrad-Stapler auf dem Punkt drehen können wie ein Dreirad-Stapler. Das Modell wurde für den Einsatz auf schlechten Böden und für lange Strecken konzipiert. Energie erhält der Stapler über einen integrierten HF-Onboardlader oder durch Batteriewechsel.

Linde  386-02.

Dem Fahrer soll der "Protector-Frame" eine komplett geschlossene Schutzzone bieten. Mit Hilfe eines Diagnosetools soll sich das Fahrzeug schnell an individuelle Anforderungen anpassen lassen. Der Preis liegt bei ca. 25.000 Euro. Wer sich keinen neuen Stapler leisten will, findet bei Linde auch gebrauchte Exemplare, die inklusive Batterie instandgesetzt und mit Garantie verkauft werden. Gerade Handwerksbetriebe greifen nach Angaben von Linde darauf zurück.

Toyota Tonero

Besonders für Schwerlasteinsätze im Materialhandling sollen sich die Stapler der Toyota-Modellreihe Tonero eignen. Erhältlich sind zwei Tragfähigkeitskategorien, von 1,5 bis 3,5 Tonnen und von 3,5 bis 8 Tonnen. Sie lassen sich mit unterschiedlichen Hubgerüsten ausstatten und werden von Industrie-Diesel oder Gasmotoren angetrieben. Zur Serienausstattung jedes Modells gehört das System für Aktive Stabilität (SAS). Es kontrolliert die Stabilität des Staplers und soll damit Fahrer und Last beim Fahren, Abbiegen, Wenden und Heben schützen.

Toyota Tonero.

Zum System gehören Zubehörteile wie Neigewinkelbegrenzung, Geschwindigkeitsreduzierung der Mastneigung, Gabelnivellierung, Lenksynchronisation und Lenkachsstabilisator. Der Preis von 27.000 Euro richtet sich nach Konfiguration, hier inklusive Hubmast mit 3.300 Millimeter Hubhöhe, Innenspiegel, vorgebautem Seitenschieber, 1.200 Millimeter Gabellänge.

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