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Wärmedämmung und Co. Welche Fördergelder es für Gebäudesanierungen gibt

Als Ausgleich für den abgesagten Steuerbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen hat die Bundesregierung neue Zuschüsse beschlossen. Doch schon jetzt gibt es verschiedene Programme zur finanziellen Förderung. Eine Datenbank gibt Auskunft.

Nach dem großen Aus für die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung geht die Diskussion um alternative Anschubfinanzierungen los. Die Bundesregierung hat zwar neue Zuschüsse beschlossen, doch dem Handwerk gehen diese nicht weit genug. Handwerkspräsident Otto Kentzler fordert bessere Abschreibungsmöglichkeiten, damit die Gebäudesanierung vorankommt. Denn 40 Prozent der Gesamtenergie in Deutschland werden von den Gebäuden verbraucht.

Regionale und Bundesweite Programme

Hausbesitzer haben bislang schon einige verschiedene Förderprogramme zur Auswahl, die das energetische Sanieren finanziell unterstützen. Wer seine Hausfassade dämmen möchte, bekommt also auch schon jetzt Fördergelder. "Es gibt viele Möglichkeiten von Bundes- bis Länderprogrammen. Sogar manche Kommunen geben Geld im Rahmen von Stadtentwicklungsprogrammen", sagt Horst-Ulrich Frank, Energieberater bei der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern.

Für die Programme gibt es meist genaue Voraussetzungen: zum Beispiel ein bestimmtes Alter des Hauses. Auch die Details der geplanten Maßnahme werden überprüft. Manche Programme verlangen zudem eine professionelle Unterstützung bei der Sanierung durch einen Energieberater.

Eine bundesweit verfügbare Förderung bietet die KfW-Förderbank an. Das Programm mit der Nummer 152 vergibt zinsvergünstigte Darlehen für einzelne Maßnahmen wie den Austausch von Fenstern oder die Fassadendämmung. "Der Zinssatz liegt derzeit bei einem Prozent", sagt die Energieberaterin Beate Uhr von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Laut KfW sind Gebäude förderfähig, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01. Januar 1995 gestellt wurde.

Internetplattform gibt Infos

Außerdem gibt es von der KfW für Einzelmaßnahmen Zuschüsse für Ein- und Zweifamilienhäuser - laut Uhr bis zu 3.750 Euro je Wohneinheit. "Voraussetzungen dafür sind technische Mindeststandards", erläutert die Energieberaterin. Für neue Fenster müsse beispielsweise derzeit der Wärmedämmwert, der sogenannte U-Wert, von 0,25 erzielt werden. "Diese Voraussetzungen sind in der Vergangenheit immer strenger geworden und werden in Zukunft sicher noch strenger", sagt Uhr.

Einen Überblick über die Programme der Bundesländer und kommunale Förderungen finden Verbraucher auf der Internetplattform baufoerderer.de der Verbraucherzentralen. Über den Förderrechner lassen sich alle Möglichkeiten für ein bestimmtes Haus ermitteln. dhz/dpa

Den Förderrechner erreichen Sie hier.

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