Recht + Steuern -

Steuertipp Weihnachtsgeschenke vom Betrieb: Das gilt steuerlich

Kurz vor Weihnachten werden besonders wichtige Geschäftspartner und Kunden gerne beschenkt. Doch bei solchen Schenkungen hält unter bestimmten Voraussetzungen auch das Finanzamt die Hand auf.

Das sind die steuerlichen Spielregeln, die Sie beim Schenken beachten müssen:

  • Übersteigen die Geschenkaufwendungen pro Jahr und Empfänger den Nettobetrag von 35 Euro, sind die Aufwendungen nicht als Betriebsausgabe abziehbar.
  • Der Beschenkte muss im Wert des Präsents eigentlich Einnahmen versteuern. Um das zu verhindern, können Sie eine Pauschalsteuer von 30 Prozent zuzüglich Soli und Kirchensteuer nach § 37b EStG ans Finanzamt abführen.
  • Sind die Geschenkaufwendungen nicht abziehbar, gilt das auch für die Pauschalsteuer. Sind die Geschenkaufwendungen dagegen als Betriebsausgabe abziehbar, darf auch die Pauschalsteuer vom Gewinn abgezogen werden.
  • Die Pauschalsteuer für Sachzuwendungen nach § 37b EStG ist übrigens in der Lohnsteueranmeldung anzugeben und ans Finanzamt abzuführen.
  • Viele Unternehmer verlieren den Betriebsausgabenabzug für Geschenkaufwendungen, obwohl der Geschenkwert netto nicht über 35 Euro liegt. Das liegt daran, dass sie die Vorschrift nach § 4 Abs. 7 EStG nicht beachtet haben. Nach dieser Vorschrift müssen Unternehmer die Geschenkaufwendungen getrennt von den übrigen Betriebsausgaben buchen bzw. erfassen.

Steuertipp: Eine Ausnahme sollten Unternehmer kennen. Kann der Beschenkte sein Präsent ausschließlich beruflich bzw. betrieblich nutzen, kommt ein Betriebsausgabenabzug auch für Präsente mit einem Nettopreis von mehr als 35 Euro in Betracht (Richtlinie 4.10. Abs. 2 Satz 4 Einkommensteuerrichtlinien). dhz

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen