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Kunsthandwerker und Spielzeughersteller Weihnachten 2016: Deko-Trends aus dem Erzgebirge

Adventskranz, Schwibbogen oder die Pyramide mit Kerzen – die Klassiker des Weihnachtsschmucks haben auch 2016 noch nicht ausgedient. Doch ob technisch oder in der Gestaltung: Die Weihnachtsdeko nimmt in diesem Jahr ganz neue und moderne Formen an. Das zeigen Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge.

In der Weihnachtszeit muss es funkeln, leuchten und strahlen. Doch dabei muss man heutzutage weder zwingend viel Strom verbrauchen noch wieder zur richtigen Kerze greifen. Die Alternative heißt LED und sie setzt sich auch bei den Schwibbögen als Trend durch.

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller spricht sogar vom "Siegeszug der LED-Schwibbögen", wenn er die Weihnachtstrends bei der Dekoration für dieses Jahr beschreibt. Und die Technik macht es heute auch möglich, dass dieses LEDs nicht mehr nur grell weißes Licht abstrahlen, sondern jede Art von Lichtstimmung erzeugen können – passend Krippenszene, Bergmannsdorf oder einem Sternenhimmel.

Adventskranz: Flexibilität ist gefragt

In neuer Form kommt in diesem Jahr auch der klassische Adventskranz daher. Die Schnitz- und Drechselkünstler aus dem Erzgebirgischen Handwerk haben moderne Kreationen entwickelt, die als Unterbau für einen Adventskranz dienen oder ohne viel weiteren Schmuck für sich alleine stehen können. Dabei heißt es, so viel Flexibilität wie möglich zu bieten: Es gibt magnetisch zusammenklickbare Leuchter oder kombinierbare Kerzenhalter, von denen manche auf der einen Seite mit einem Teelicht und auf der anderen mit einer klassischen Kerze zu bestücken sind.

Farblich bleibt es 2016 den Kunsthandwerkern zufolge schlicht: Weiß und Gold sind die Farben der Deko-Trends. "Puristisch und voller Eleganz", nennt das der Verband und zeigt Beispiele wie sowohl Klassiker des Weihnachtsschmucks als auch moderne Schmuckelemente in dieser Farbkombination wirken (siehe Bildergalerie).

Weihnachtstrends und Wettbewerbsgewinner aus dem Erzgebirge

Pyramiden: Vielfalt im Mittelpunkt

Besonders vielfältig wird es dagegen bei den Pyramiden, denn in diesem Segment haben die Erzgebirgler besonders viele Neues und Modernes zu bieten. "Die moderne Pyramide hängt von der Decke, besteht aus einzelnen Klötzen, windet sich in S-Form, kombiniert gekonnt Holz und Metall in Halbkreisform, strebt mit schrägen Streben nach den Sternen, lässt das Flügelrad aus Kegelspitzen wachsen oder bringt Santa und Elche in höheren Sphären zum Schweben", lautet die Ankündigung.

Pyramiden sind es denn auch die im Wettbewerb „Tradition und Form 2016“ ordentlich abgesahnt haben. Seit 1995 versucht der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller mit dem Preis den Ideenreichtum der Schnitz- und Drechselkunst zu fördern. Jahr für Jahr entstehen neue Kreationen, die nicht nur bei Liebhabern und Sammlern für Aufsehen sorgen, sondern weltweit gefragt sind.

Wettbewerb Tradition und Form 2016: die Gewinner

Vergeben werden bei dem Wettbewerb drei Hauptpreise und eine Reihe von Sonderpreisen. Es ist die 22. Auszeichnung und insgesamt haben sich 17 Firmen mit 18 Exponaten beworben. Alle Gewinner-Erzeugnisse befinden sich in Serienproduktion. Sie verkörpern nach Auffassung der Jury eine Neugestaltung oder eine wesentliche gestalterische Weiterentwicklung.

Die drei Hauptpreise gingen in diesem Jahr an folgende drei Firmen:

  • Die Firma Näumanns - Galerie für Holzkunst & Design aus Seiffen für die Pyramiden "Arena" und "Areal". Gestaltet hat sie Andreas H. Fleischer, der dabei auf eine eher minimalistische Darstellung setzt und die Jury damit überzeugte, dass seine moderne und zeitlose Kombination in Form einer Treppe, viel Platz für individuelle figürliche Dekoration bereithält.
  • Gewonnen haben auch die Werkstätten Flade aus Olbernhau mit ihrer Spieldose "Drei Haselnüsse", die von Kerstin Drechsel gestaltet wurde. Sie wählte dabei als Grundlage die Filmmusik des Märchens und lehnte die Gestaltung daran an. Dabei verbinden sich traditionelle Elemente mit einer besonderen Farbgestaltung durch neue perlmuttähnliche Oberflächen.
  • Ein weiterer Hauptpreis ging an die Firma Pewo aus Neuhausen für die Räuchermannserie "Nab'l Gunge". Gestaltet haben sie Peter Wolf und Andreas H. Fleischer und mit einer besonderen Detailgestaltung und handwerklichen Verarbeitung die Jury überzeugt. Diese Räuchermänner sind so gestaltet, dass sie als ganzjährige Dekorationen nutzbar sind. dhz

Mehr über die Preisträger und über die verschiedenen vergebenen Sonderpreise können Sie hier nachlesen.>>>

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