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Aus- und Weiterbildung mit mobilen Geräten Warum sich mobiles Lernen für Handwerker lohnt

Nur wenige Unternehmen setzen mobile Learning im Rahmen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung ein. Doch nie waren die Chancen für neue Lernformen so gut.

Laut einer BITKOM-Studie greift jeder dritte Arbeitnehmer von unterwegs aus auf die IT seines Arbeitgebers zu. Jüngere Menschen unter 30 Jahren nutzen mobile Geräte häufiger als Ältere. Dennoch: Fehlende Informationen über konkrete Anwendungsmöglichkeiten und Sicherheitsbedenken lassen Unternehmen zögern, intensiver auf Mobile Learning einzugehen.

Warum sich mobile Learning für Unternehmen lohnt:

  • Mobiles Lernen macht den Mitarbeiter zeit- und ortsunabhängig vom stationären Rechner. Viele Menschen verbringen ihren Arbeitsweg in öffentlichen Verkehrsmitteln, andere sind durch Projektarbeit ständig an anderen Orten oder arbeiten im Home Office. Diesen Zielgruppen können durch mobile Endgeräte an jedem Ort und zu jeder Zeit auf bestimmte Inhalte zugreifen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass Bildungsinhalte online sowie offline zur Verfügung stehen, damit die Bildungsaktivitäten unabhängig vom Internetzugang sind. Lernende sollten immer in der Lage sein, Lerninhalte wie Videos und interaktive Übungen zu nutzen oder Tests zu absolvieren, welche bei Online-Verfügbarkeit automatisch synchronisiert werden. Durch diese Synchronisierung sind Fortschritte, Ergebnisse und Lerninhalte ständig auf dem neuesten Stand. Mobile Learning ermöglicht auf diese Weise auch die passgenaue Unterstützung des individuellen Lernverhaltens, des Lerntyps und der Nutzergewohnheiten.
  • Mobile Geräte sind praktisch: Durch ihre Scan- und Navigationsfunktionen und die Internetfähigkeit ist es ohne großen Aufwand möglich, Informationen oder Hilfestellungen direkt vor Ort am jeweiligen Einsatzplatz abzurufen. Lernende können dabei auch selbst Inhalte produzieren, wie beispielsweise Arbeitssituationen und Probleme dokumentieren und an Mitarbeiter verteilen.
  • Fast jeder kennt Apps: Das Mobile Learning macht sich die hohe Akzeptanz und die einfache, intuitive Bedienung der Apps zunutze und bezieht die mobilen Endgeräte in die Umsetzung der Bildungskonzepte ein. Für Unternehmen ist es eine Herausforderung, wenn Mitarbeiter gerne ihre privaten Geräte nutzen wollen. Hierbei müssen betriebliche Regelungen gelten.

  • Mobile Learning erfüllt sowohl zeitlich (kurze Lernschritte) als auch inhaltlich (limitierte, kompakte Lerninhalte) die Anforderung des Micro-Learning (Lernen anhand von kurzen Lernsequenzen und mit kleinsten Lerninhalten) und erlaubt die effiziente Nutzung des verfügbaren Zeitbudgets, beispielsweise zur Reproduktion des Lernstoffs. Micro-Learning-Inhalte sind daher prädestiniert für den mobilen Einsatz. meh

 

 

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