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Friseurhandwerk hebt Preise an Warum der Haarschnitt teurer wird

Kunden müssen sich beim Friseurbesuch auf immer höhere Preise einstellen. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für einen Haarschnitt von 2015 bis 2018 um 6,6 Prozent gestiegen – und es dürfte noch teurer werden. Warum das so ist.

Ein Mann muss durchschnittlich 21,20 Euro für einen Nasshaarschnitt bezahlen, eine Frau 27,20 Euro – das geht aus einer Erfolgs-Vergleichs-Analyse (EVA) hervor, die im Auftrag des Kosmetikkonzerns Wella durchgeführt wurde. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2017. Inzwischen dürften die Preise also noch etwas höher liegen. Wie das Statistische Bundesamt kürzlich bekanntgab, sind die Preise für Friseurdienstleistungen zwischen 2015 und 2018 um rund 6,6 Prozent gestiegen. Bei den Frauen fiel die Preisanpassung mit sieben Prozent etwas höher aus, als bei den Männern (5,9 Prozent). Die Entwicklung der letzten Jahre lässt vermuten, dass sich dieser Trend auch weiterhin fortsetzen wird.

Kunden müssen steigende Lohnkosten tragen

Das sieht auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Friseurhandwerks, Jörg Müller, so: "Wir glauben, dass die Löhne mittelfristig einfach noch steigen werden im Friseurhandwerk", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Als Grund für die steigenden Preise führt er in erster Linie den Fachkräftemangel an. Der anhaltende Trend zur Akademisierung führe dazu, dass Mitarbeitern bessere Perspektiven geboten werden müssten. "Da müssen wir einfach auch mehr zahlen, mehr bieten." Die damit einhergehenden höheren Lohnkosten würden Salonbesitzer letztlich auf den Preis umschlagen. dhz

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