Mobilität -

Afrika-Projekt der Ketterer GmbH gewürdigt VW zeichnet SHK-Betrieb mit "Goldenem Bulli" aus

Erstmals hat Volkswagen Nutzfahrzeuge Handwerker für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement mit dem "Goldenen Bulli" ausgezeichnet. Der Preis ging an die Roland Ketterer GmbH.

Der Sanitär- und Heizungsbetrieb aus Donaueschingen-Pfohren in Baden-Württemberg fördert den Bau einer Gewerbeschule für Trinkwasser und Solaranlagen in Tansania. Als Anerkennung erhielt das Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern einen neuen VW-Transporter, einen T6 Kastenwagen.

Zur Preisverleihung im VW-Drive-Forum in Berlin lobte Eckhard Scholz den außerordentlichen Einsatz vieler Handwerksbetriebe und ihrer Mitarbeiter. Es sei wichtig, die vielen freiwilligen Projekte von kleinen und mittelständischen Betrieben zum Wohle Bedürftiger stärker ins Bewusstsein zu rücken und zu fördern, so der VW-Markenvorstand.

Dem konnte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, nur zustimmen: "Im Handwerk wird in besonderer Weise gesellschaftliche Verantwortung gelebt. Die Betriebe haben ein feines Gespür dafür, an welchen Stellen sie neben ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auch die Gesellschaft voranbringen können."

Preisträger Roland Ketterer freute sich riesig über die Auszeichnung. "Meine Firma steht stellvertretend für Tausende von Handwerksbetrieben, die sich gesellschaftlich engagieren. Mit unserem Projekt können wir Menschen helfen, die in großer Armut leben, denen elementare Dinge zum Leben fehlen wie sauberes Trinkwasser und Strom."

Das Sieger-Projekt

In Chala in Tansania entsteht ein Berufsbildungs- und Trainingscenter für Wasserversorgung und Solaranlagen. Damit will die Roland Ketterer GmbH dazu beitragen, dass auch entlegene Gemeinden im ostafrikanischen Land Trinkwasser und Strom erhalten. Auf dem Campus sollen alle zwei Jahre rund 100 Schüler ausgebildet werden. Durch einen Anteil von 40 Prozent Schülerinnen soll auch der Einfluss von Frauen in der tansanischen Gesellschaft gestärkt werden. Das Projekt fördere indirekt auch den Klimaschutz, da Abholzung vermindert werden könne, so Roland Ketterer.

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