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Steuer aktuell Vorsteuerabzug gilt auch für Bus- und Zugtickets

Reisen Sie oder Ihre Mitarbeiter häufig mit dem Bus oder mit der Bahn zu den Einsatzorten? Wenn ja, haben Sie die Möglichkeit, Vorsteuer aus den Bus- und Zugtickets herauszurechnen. Denn obwohl viele dieser Tickets keinen Hinweis auf Umsatzsteuer geben, steckt in den Beförderungsgebühren Umsatzsteuer.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

Bei Bus- und Zugtickets gelten umsatzsteuerlich je nach der Fahrtstrecke folgende Besonderheiten:

  • Steuersatz 7 Prozent: Beträgt die Beförderungsstrecke bis 50 km, stecken 7 Prozent Umsatzsteuer in dem Beförderungsentgelt.
  • Steuersatz 19 Prozent: Bei einer Fahrtstrecke ab 51 km stecken 19 Prozent in dem Beförderungsentgelt.

Damit das Finanzamt den Vorsteuerabzug anerkennt, müssen die Bus- oder Zugtickets folgende Mindestangaben aufweisen: Namen und Anschrift des Beförderungsunternehmens, Ausstellungsdatum, Bruttobetrag, Steuersatz in Prozent.

Tipp: Beträgt der Umsatzsteuersatz 7 Prozent, muss in den Bus- oder Zugticket die Angabe des Steuersatzes komplett unterbleiben. Sie dürfen dennoch 7 Prozent Vorsteuern geltend machen. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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