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Südtirol Von Hütte zu Hütte in den Sarntaler Alpen

Eine Entdeckungsreise mit nicht alltäglichen Aussichten. Bei der Hufeisentour in den Sarntaler Alpen locken herrliche Höhenwege und viele ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten.

So schön kann Genusswandern sein. Die Hufeisentour führt zu den schönsten Plätzen in den bis heute noch wenig bekannten und sehr ursprünglichen Sarntaler Alpen. Nach den ersten Höhenmetern über die Sarner Scharte oder per Bahn zum Rittner Horn, warten oben schöne Panoramawege, einsame Almwiesen, gemütliche Hütten und aussichtsreiche Gipfel. Die Hufeisentour kann jeder für sich individuell zusammenstellen – vom gemütlichen Tagesausflug über den Wochenendtrip bis zum einwöchigen alpinen Wandererlebnis.

Wenn die Einheimischen in Bozen den Stress hinter sich lassen wollen und erholsame Naturerlebnisse suchen, dann gibt es für sie vor allem ein Ziel: die Sarntaler Alpen mit ihren über 120 Gipfeln rechts und links des ursprünglichen Tals, das von Bozen nordwärts verläuft. Erstaunlicherweise haben die Sarntaler Alpen immer noch einen Geheimtippstatus in Südtirol. Kein Massentourismus, keine Blechlawinen, gemütliche Dörfer, unberührte Berge und herrliche Höhenwege. Die beste und schönste Art, diese reizvolle Landschaft kennenzulernen, das ist die Hufeisentour. Das Hufeisen im Namen hat nichts mit Pferden zu tun sondern mit der Form der Sarntaler Alpen und damit auch mit dem Verlauf der Reise. Eine siebentägige Tour auf Höhen- und Weitwanderwegen über Almwiesen, durch Bergwälder, über Latschenfelder und einsame Gipfel und vorbei an gemütlichen Almhütten. Eine Strecke, bei der man größere Höhenunterschiede auch mit der Seilbahn absolvieren kann und die damit auch für Menschen geeignet ist, die nicht toptrainiert sind.

Sarntal

Ausblick aufs "Sarntaler Matterhorn"

Mögliche Stationen für den Start sind Sarnthein und das Rittner Horn, wo man jeweils mit der Bahn oder Wanderbus auf die gewünschte Höhe gelangt. Und dann wandert es sich von Gipfel zu Gipfel, von Hütte zu Hütte mit Ausblicken ins Eisacktal, Etschtal, ins Passeier und das Jaufental. Unvergessliche Zwischenstationen sind das Rittner Horn Haus mit einem atemberaubenden 360 Grad Panorama, das Penser Joch ganz im Norden des Sarntales oder die " Stoanernen Mandlen", ungewöhnliche Steinfiguren im hochalpinen Gelände. Unterwegs lernen die Wanderer auch wenig bekannte Attraktionen kennen, wie das Weißhorn, das wegen seiner markanten Form auch das Sarntaler Matterhorn genannt wird, oder die höchstgelegene Wallfahrtskirche Europas am Latzfonser Kreuz.

Wer noch nie auf der Hufeisentour unterwegs war, wird überrascht sein von der Vielseitigkeit. Familien freuen sich über den "Themenweg Urlesteig" mit Balancierpark und Maulwurfrutsche oder über Wasserläufe und Wasserräder nahe der Pfnatschalm und das Latschenlabyrinth bei der Getrumalm. Und wer nicht die gesamte Tour an einem Stück absolvieren kann oder will, der kann sich natürlich seine ganz persönlichen Etappen auswählen.

Sarntal

Mit Berg- oder Schneeschuhen

Während der Sommersaison bieten sich fast alle Einzelstrecken auch als Tages- oder Rundwanderung an. Einige Abschnitte der Hufeisentour sind ganzjährig begehbar und eignen sich in den schneereicheren Wintermonaten zum Schneeschuhwandern oder für Skitouren.

Der Tourismusverein Sarntal hilft bei allen Fragen Rund um die Tour. Weitere Infos gibt es zusätzlich unter suedtirols-sueden.info oder sarntal.com. dhz

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