Konstanz -

„Voraus“-Zertifikat Vom Azubi empfohlen

Vorbildliche Ausbildung hat einen Namen: „Voraus“ heißt das Zertifikat, das die Handwerkskammer Konstanz an besonders engagierte Ausbildungsbetriebe vergibt. 62 Handwerksbetriebe aus den Landkreisen Tuttlingen, Rottweil, Schwarzwald-Baar, Konstanz und Waldshut wurden in diesem Jahr ausgezeichnet.

„Wir gehen weiter voraus in Sachen Berufsorientierung und Ausbildungsqualität“, sagte Handwerkskammerpräsident Gotthard Reiner bei der feierlichen Zertifikatsüber­gabe Ende November in der Bildungsakademie Singen. Mehr Qualität in der Ausbildung sei die vielversprechendste Antwort auf den Fachkräftemangel, die steigenden technischen Anforderungen und die wachsende gesellschaftliche Diversität. „Wir können nicht mehr, aber besser ausbilden“, erläuterte Reiner den Gedanken hinter dem Zertifikat.

Die „Voraus“-Betriebe seien echte Vorbilder und hätten mit großem ­Engagement und Ideenreichtum ­bewiesen, wie vielfältig, individuell und erfolgreich die Ausbildung im Handwerk sein könne. „Ihre Azubis würden Sie weiterempfehlen! Das ist in Zeiten von Bewertungsportalen das höchste Lob, das junge Menschen zu vergeben haben“, gratulierte Reiner.

„Wir setzen auf qualifizierte Förderung“

Von ihren eigenen Ansätzen für mehr Ausbildungserfolg berichteten Vertreterinnen und Vertreter der „Voraus“-Betriebe im Interview mit Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz. „Auch wir haben kein Patentrezept. Aber wir setzen auf qualifizierte Förderung und zeigen, dass die Entwicklung mit der Ausbildung nicht endet, sondern dass darüber hinaus Chancen da sind“, sagte etwa Stephan Volz vom Bräunlinger Bauunternehmen Konrad Volz GmbH.

Auf ein ganzes Bündel von Angeboten setzt Stephan Tröndle von der Tröndle Haustechnik GmbH in Waldshut-Tiengen. So bietet das ­Unternehmen Azubis beispielsweise zusätzlich zur überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) eine innerbetriebliche Ausbildung (IBA) in Form von themenspezifischen Schulungen an und lässt sie sogar ein Neubau-Projekt eigenständig planen und durchführen.

Einen „Schreibtisch voller Bewerbungen“ erhofft sich Dominik Dreher vom Autohaus Rolf Moser in Engen vom neuen Zertifikat und will die Idee auch über die Grenzen des Kammerbezirks bekannt machen: „Morgen fahre ich nach Ingolstadt zur Tagung und nehme ,Voraus‘ mit“, so der Servicetechniker.

„Zur echten Marke für Ausbildungsqualität werden“

Die Botschaft weiterzutragen und den Bekanntheitsgrad von „Voraus“ zu steigern, ist ganz im Sinn von Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner: „Wir wollen zur echten Marke für Ausbildungsqualität werden. Jugendliche, Eltern und Lehrer sollen wissen: Wo ,Voraus‘ draufsteht, muss man hin.“

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