Wiesbaden -

Vollversammlung der Kammer Vollversammlung bestätigt Klaus Repp als Kammerpräsidenten

Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, ist bei der konstituierenden Vollversammlung, dem "Parlament des Handwerks", zum Kammerpräsidenten wiedergewählt worden. Die Vizepräsidenten wurden ebenfalls bestätigt.

Vollversammlung bestätigt Klaus Repp als Kammerpräsidenten
Das wiedergewählte Präsidium der Handwerkskammer Wiesbaden mit Hauptgeschäftsführer: Vizepräsident Stefan Füll, Präsident Klaus Repp, Vizepräsident ­Andreas Brieske und Hauptgeschäftsführer Harald Brandes... -

Der 65-jährige Metallbauermeister Klaus Repp steht auch für die nächsten fünf Jahre an der ehrenamtlichen Spitze der Handwerkskammer Wiesbaden. Außerdem hat die Vollversammlung für die neue Legislaturperiode 2014 bis 2019 die beiden Vizepräsidenten Stefan Füll (49) aus Wiesbaden für die Selbstständigenseite und Andreas Brieske (38) aus Hüttenberg für die Arbeitnehmerseite in ihren Ämtern bestätigt.

Neu gewählt wurden die weiteren Mitglieder des 15-köpfigen Vorstandes sowie die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder des Berufsbildungs-, Gewerbeförderungs- und Rechnungsprüfungsausschusses der Kammer. Beim anschließenden Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden mit zahlreichen Politikern und Repräsentanten aus Wirtschaft und Gesellschaft hielt Repp ein Plädoyer für das duale Ausbildungssystem und den Meisterbrief.

Plädoyer für das duale System

"Wir machen in Deutschland einiges anders und vieles richtig mit unserer dualen Ausbildung. Wir sind zu Recht Vorbild für die Ausbildung und die Qualifizierung in Europa, um nich zu sagen in der ganzen Welt", sagte Repp. Vorbild zu sein bedeute auch, dass man sich nicht verstecken müsse, wenn in Brüssel mal wieder jemand auf die Idee komme, den Meisterbrief in Frage zu stellen. Es müsse klar sein: "Ohne Meister keine Gesellen und keine Lehrlinge. Wissenstransfer von den Wissenden an die Lehrlinge, das ist gelebter Verbraucherschutz", so Repp weiter.

Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bestätigte, dass das Ausland mit Neid auf das deutsche duale System schaue. Die hessische Landesregierung werde alles tun, um den Meisterbrief zu verteidigen, denn duale Ausbildung und Meisterbrief seien zwei Seiten einer Medaille.

Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich unterschrieb demonstrativ die Postkarte "Ja zum Meister" und kündigte an, Abschied davon zu nehmen, Großprojekte von Generalunternehmen ausführen zu lassen. Eine Einzelausschreibung sei aufwändiger, aber eine bessere Planung und Ausführung könne dies wieder wettmachen.

Hauptgeschäftsführer Harald Brandes zeigte sich erfreut über das klare Bekenntnis seitens der Politik zur Pflicht der Meisterprüfung und ermunterte die rund 250 Gäste zum weiteren Gedankenaustausch und zur Unterzeichnung der ausliegenden Karten "Ja zum Meister". dhz

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