Für Ausbilder -

Zum Start des Ausbildungsjahres Viele, viele Lehrstellen sind weiter unbesetzt

Zum Start des Ausbildungsjahres sind die Betriebe enttäuscht. Sie möchten mehr ausbilden, aber finden keine Anwärter. Zu Ende August waren in den Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern noch 25.000 Stellen offen.

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres fehlen den Betrieben deutschlandweit noch zehntausende Lehrlinge. Eine Umfrage der "Deutschen Handwerks Zeitung" unter den 53 deutschen Handwerkskammern zeigt, dass in den Lehrstellenbörsen der Kammern Ende August noch rund 25.000 offene Ausbildungsplätze gemeldet waren.

Weil nicht alle Unternehmen ihre offenen Stellen an die Kammern melden, ist die Dunkelziffer noch höher. Bis zum Jahresende wird die Zahl aber noch etwas sinken, weil junge Arbeitsuchende nachrücken können.

Betriebe suchen dringend Azubis

Die Zeiten sind vorbei, als Jugendliche um einen Ausbildungsplatz kämpfen mussten. Inzwischen kann die Wirtschaft ihre Lehrstellen bei Weitem nicht mehr besetzen. Die Ausbildungs-
bereitschaft der Betriebe ist ungebrochen und zieht regional sogar deutlich an.

Im Handwerk fehlen vor allem den Bäckereien und Fleischern Lehrlinge. Aber auch die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe suchen gegenwärtig noch dringend Auszubildende. Darunter sind Berufe wie der Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima, der Elektroniker, der Metallbauer oder der Kfz-Mechatroniker.

Zu wenig Jugendliche, zu viele Akademiker

Die Gründe für den Nachwuchsmangel sind bekannt. Einerseits schlägt der demographische Wandel mit immer weniger Schulabgängern unerbittlich zu. Andererseits zieht es immer mehr junge Menschen in den Hörsaal statt in eine berufliche Ausbildung. bur

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