Halle (Saale) -

Nahrungsmittel- und Kfz-Handwerk unterversorgt Viele Betriebe suchen noch Lehrlinge

Zwölf Prozent der Handwerksbetriebe im Süden Sachsen-Anhalts bieten noch Ausbildungsplätze an. Das ergab eine Umfrage der Handwerkskammer Halle. Besonders viele Betriebe im Nahrungsmittelhandwerk (41 Prozent), zu dem etwa Bäcker und Fleischer gehören, aber auch im Kfz-Gewerbe (17 Prozent) suchen noch Auszubildende.

Um Lehrlinge zu werben, melden Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Halle nicht nur offene Stellen bei der Agentur für Arbeit. Viele Unternehmen nutzen inzwischen Onlinebörsen, kooperieren mit Schulen oder bieten Praktikumsplätze, die einen ersten Einblick in den Beruf gewähren, an.

Dr. Jürgen Rogahn, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle, wertet die Ergebnisse als Beleg für die hohe Flexibilität im Handwerk. „Viele Betriebe haben sich auf die neue Situation am Ausbildungsmarkt, die durch die demografische Entwicklung entstanden ist, eingestellt und werben aktiv um den Nachwuchs“, sagt Rogahn. Da zusätzlich aber immer mehr Schulabgänger an die Hochschulen strömten, seien die Bedingungen für ausbildungswillige Betriebe noch schwieriger geworden.

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