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Steuertipp Vermietung: Bei Fremdwährungsdarlehen blockt das Finanzamt

Haben Sie sich privat eine Immobilie gekauft, die Sie fremdfinanziert haben und vermieten, können Sie dem Finanzamt die Schuldzinsen als steuersparende Werbungskosten präsentieren. Doch handelt es sich bei den Werbungskosten um Zinsen für Währungsverluste aufgrund der Auflösung eines Fremdwährungsdarlehens, schalten die Finanzämter auf stur.

Fremdwährungsverluste bei Umschuldung nicht abziehbar

Eine böse Überraschung erlebten Vermieter, die vor rund 15 Jahren ein Fremdwährungsdarlehen in Schweizer Franken aufgenommen haben. So auch in einem beim Bundesfinanzhof entschiedenen Fall. Der Kläger nahm 2005 ein Darlehen in Schweizer Franken auf und schuldete es zehn Jahre später auf ein Euro-Darlehen um. Der ursprüngliche Darlehensbetrag von 105.000 Euro erhöhte sich dadurch auf 139.000 Euro. Der Vermieter machte die anfallenden Schuldzinsen nach der Umschuldung als Werbungskosten geltend.

Steuertipp: Da hatte er jedoch die Rechnung ohne das Finanzamt gemacht. Denn die Finanzbeamten ließen nur die Schuldzinsen als Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung zum Abzug zu, die auf den Darlehensbetrag von 105.000 Euro entstanden sind. Die Zinsen auf den Darlehensbetrag wegen des Währungsverlusts ließen die Richter unberücksichtigt (BFH, Urteil v. 12.3.2019, Az. IX R 36/17). Betroffene Vermieter mit Fremdwährungsdarlehen sollten dieses Urteil vor einer Umschuldung unbedingt beachten.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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