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Versicherung für das Handy Verbraucherschützer warnen vor Handy-Versicherungen

Bei dem Kauf eines neuen Smartphones wird auch häufig eine Versicherung mit angeboten. Doch Verbraucherschützer raten dringend vor dem Abschluss von Handy-Versicherungen ab. Diese seien nicht nur teuer, sondern auch sinnlos.

Wer sich ein neues, teures Smartphone kauft, lässt sich auch häufig eine Versicherung aufschwatzen – Denn schließlich hat das Telefon viel Geld gekostet und soll daher rundherum gut versichert sein. Aber diese Handy-Versicherungen haben so ihre Tücken und wer nicht aufpasst, der hat eine Versicherung abgeschlossen, die sehr teuer werden kann.

Verbraucherschützer raten von Handy-Versicherungen ab

Wer sich ein neues Gerät im Wert von mehreren Hundert Euro kaufe, lasse sich leicht zu einer Versicherung für drei, vier Euro im Monat überreden, sagt Christian Biernoth, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Hamburg, der Welt am Sonntag. Dabei seien die oft von Elektronikmärkten angebotenen Policen nicht nur teuer, sondern in den meisten Fällen auch komplett unbrauchbar, sagt der Experte.

Lange Laufzeit erhöht die Kosten

"Was gerne übersehen wird: Die Versicherungen laufen meist mehrere Jahre und kosten den Kunden so schnell mehrere 100 Euro." Das ist laut Biernoth eindeutig viel zu viel. "Wir können vor Handy-Versicherungen nur warnen. Finger weg", sagt Biernoth.

Vorsicht beim Kleingedruckten

Darüber hinaus steht beispielsweise im Kleingedruckten der Vertragsbedingungen, dass der Kunde das Handy "im persönlichen Gewahrsam sicher mitzuführen" hat. Werde das Handy beispielsweise aus einer Handtasche geklaut, bekämen Verbraucher keinen Cent, sagte Biernoth. Es sei denn, die Handtasche sei mit einem Zahlenschloss versehen. Das verdeutlicht nach Birnoth den Unsinn dieser Policen.

Keine Chance bei Beschädigungen

Fällt das Smartphone auf den Boden und das Display zerspringt, müsste die Versicherung eigentlich die Reparatur bezahlen. Laut dem Internetportal "finanzen-heute" geht der Versicherer jedoch häufig leer aus. Problematisch ist, dass in den Policen die Umstände des Herunterfallens nicht genau definiert sind. Die Versicherungen haben einen großen Spielraum für Interpretationen und lassen sich Einiges einfallen, um sich herauszureden. Fällt das Handy herunter, weil man angerempelt wird, beruft sich die Versicherung beispielsweise auf den Rempler und verweigert dem Versicherten die Leistung. aro

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