Mobilität -

Erste-Hilfe-Päckchen sollte regelmäßig kontrolliert werden Verbandkasten neu genormt

Mit einem Verbandkasten kann man Leben retten. Weil er aber selten gebraucht wird, fristet er in vielen Autos ein Schattendasein. Eine Kontrolle tut jetzt aber in zweifacher Hinsicht Not, denn es gilt eine neue Norm.

Seit Anfang des Jahres ist das Erste-Hilfe-Material in der neugefassten Norm 13164 geregelt, die laut Bundesverband Medizintechnologie den aktuellen notfallmedizinischen Erkenntnissen entspricht.

Zum Inhalt gehören jetzt ein 14-teiliges Pflasterset mit zugeschnittenen Pflasterstreifen, Fingerstripps und Fingerkuppenverbände, Hautreinigungstücher und ein Verbandpäckchen in Kindergröße. Andere Teile wie Mullbinden wurden dafür gestrichen.

Was viele Autobesitzer nicht wissen: Teile des Notfallmaterials haben ein Verfallsdatum und müssen regelmäßig ausgetauscht werden, mahnt das Kfz-Gewerbe. Daher lohne sich der Kauf eines aktuellen Verbandkastens.

Ansprechpartner sind Automobilhandel und Apotheken. Verbandkästen nach alter Norm dürfen allerdings noch bis Ende des Jahres verkauft werden und gelten bis zu ihrem Verfallsdatum.

Wichtig ist: Fehlt der Verbandskasten an Bord, riskieren Autofahrer nicht nur ihre Gesundheit, sondern bei einer Verkehrskontrolle fünf Euro Verwarnungsgeld und während der Hauptuntersuchung einen geringen Mangel. Auch die europäischen Nachbarstaaten empfehlen oder schreiben den Verbandkasten an Bord vor.

Das Erste-Hilfe-Material sollte immer griffbereit unter den Vordersitzen oder in gut erreichbaren Seitenfächern deponiert werden. Nur wenn es schnell zur Hand ist, kann man mit ihm Leben retten.

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