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Steuertipp Unternehmensteile im Ausland: Darauf sollten Sie achten

Immer mehr Handwerksbetriebe sind international aufgestellt: Sie beteiligen sich an ausländischen Firmen oder gründen selbst. Das Finanzamt prüft, ob bei Zahlungen zwischen den in- und ausländischen Unternehmensteilen fremdübliche Vereinbarungen getroffen wurden.

Mit anderen Worten: Der deutsche Fiskus prüft, dass keine überhöhten Zahlungen ins Ausland geflossen sind und somit in Deutschland ein zu kleiner Gewinn versteuert wurde. Geprüft wird auch, dass bei Zahlungen für Leistungen des deutschen Unternehmensteils, nicht zu wenig bezahlt wurde. Im internationalen Steuerrecht spricht man hier von der Überprüfung der Verrechnungspreise.

Unternehmer muss Verrechnungspreisdokumentation erstellen

Bei Überprüfung der fremdüblichen Verrechnungspreise spielt der Unternehmer eine bedeutende Rolle. Dieser muss eine Verrechnungspreisdokumentation nach § 90 Abs. 3 Abgabenordnung erstellen. Die Erstellung übernimmt normalerweise der Steuerberater. Das ist nicht gerade billig, lohnt sich aber. Denn wer keine Verrechnungspreisdokumentation hat, riskiert hohe Gewinnzuschätzungen durch das Finanzamt.

Steuertipp: Es bleibt nicht nur bei den Gewinnzuschätzungen. Das Finanzamt darf auch noch einen Strafzuschlag in Höhe von fünf Prozent des Korrekturbetrags, maximal zehn Prozent und mindestens 5.000 Euro festsetzen. Deshalb gilt: Sind Sie international aufgestellt und haben Geschäftebeziehungen zu einem im Ausland ansässigen verbundenen Unternehmen, kontaktieren Sie Ihren Steuerberater und klären Sie die Verrechnungspreisproblematik. dhz

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