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Steuertipp Umzug neuer Mitarbeiter steuerfrei erstatten

Suchen Sie einen neuen Mitarbeiter und der aussichtsreichste Bewerber müsste bei einer Zusage umziehen, können Sie ihm die Umzugskosten abnehmen, ohne dass dabei Lohnsteuer anfällt. Hier die wichtigsten Infos, wie die Übernahme der Umzugskosten steuerfrei bleibt und Sie bestenfalls noch Vorsteuer vom Finanzamt erstattet bekommen.

Ködern Sie einen Bewerber mit der Zusage, dass Sie ihm seine Umzugsauslagen erstatten, ist steuerlich Folgendes zu beachten:

  • Sämtliche Rechnungen (Umzugsspedition, Übernachtungskosten im Hotel, Flug- oder Zugtickets) müssen auf Ihren Namen lauten, damit Sie vom Finanzamt die Vorsteuer erstattet bekommen.
  • Steuerfrei erstatten können Sie die Kosten für eine Spedition, für das Leihauto, für Fahrten mit dem privaten Pkw (0,30 Euro je km) und für Übernachtungskosten.
  • Sie dürfen auch Mietentschädigungen steuerfrei erstatten, wenn der Mitarbeiter an seinem bisherigen Arbeitsort eine Wohnung mit einer langen Kündigungsfrist hat. Sie dürfen diese Miete für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten steuerfrei übernehmen.
  • Für sonstige Umzugsauslagen dürfen Sie dem neuen Mitarbeiter ohne Vorlage von Belegen bestimmte Umzugspauschalen steuerfrei bezahlen. Steuerfrei bleiben bei Ledigen Arbeitnehmern 746 Euro/764 Euro (Beendigung des Umzugs bis 31.1.2017/ab 1.2.2017), bei Verheirateten 1.493 Euro/1.528 Euro und für jedes mitumziehende Kind jeweils 329 Euro/337 Euro.
  • Für diese Umzugskostenpauschalen steht Ihnen keine Vorsteuererstattung zu.

Steuertipp

Mit dem Versprechen, die Umzugskosten zu übernehmen, lässt sich sicherlich der eine oder andere Bewerber nur allzu gerne überreden, in Ihrem Handwerksbetrieb anzufangen. Das funktioniert übrigens auch mit Azubis, die weit entfernt wohnen und die Ausbildung nur antreten können, wenn Sie an den Ausbildungsort umziehen. dhz

Weitere Steuertipps finden Sie im  DHZ-Steuerarchiv.

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